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hat 1 ). Für die Geschichte der Firma aber ist dieser Vorgang von hoherBedeutung; denn es ist dieser dadurch ein reiches Feld bankgeschäftlicherTätigkeit eröffnet worden, das sie so wohl zu bestellen gewußt hat,daß sie später, wie man wohl sagen kann, schlechthin als „der“ Bankierdes ganzen schlesischen Gebirgshandelsstandes und hierdurch fast desganzen schlesischen Leinwandhandels überhaupt erscheint.
Doch damit sind wir in der Betrachtung der Firmengeschichtebereits um ein halbes Jahrhundert vorausgeeilt. Wir stehen erst bei denAnfängen der Entwickelung ihrer Bankabteilung und haben zunächst nurzu konstatieren, daß diese jetzt durch eine breitere Ausdehnung desWechsel-und Kreditgeschäftes mehr hervorzutreten beginnt und besonders in letztererHinsicht bereits den Bankiercharakter deutlich ausgeprägt zeigt. Vonallgemeinem Interesse hierbei ist der Umstand, daß wir unter den füraufgenommene Darlehne bestellten Unterpfändern außer Hypotheken aufGrundstücke auch solche auf die sogenannten „Eintzelungsgerechtigkeiten“(Berechtigung zum Handel en gros und en detail) finden, deren Zahl inBreslau durch einen Erlaß Kaiser Josephs I. vom 5. März 1708 auf hundertbeschränkt war, und die daher zum Teil einen sehr erheblichen reellenWert besaßen 2 ).
Seit den vierziger Jahren taucht der Name der Firmeninhaberimmer häufiger in den Akten der Kaufmannschaft auf. Es ist jetzt derZeitpunkt gekommen, wo die Familie die mit der Verlassenschaft deralten Geschlechter überkommenen Aufgaben und Pflichten in ihr Lebenübernimmt und in der Öffentlichkeit mehr und mehr an deren Stelle tritt.
Mattheus Eichborn freilich ist es nicht lange vergönnt gewesen,auf diesem an Mühe wie an Ehren reichen Felde tätig zu sein. Zu Be-ginn des Jahres 1754 hat ihn ein rascher Tod ereilt. Er hinterließ
') Die Gebirgsstädte haben hiervon für ihre eigene Entwickelung großen Vorteil gehabt.Bezüglich Schmiedebergs siehe z. B. Schles. Provinzialblätter 1790 (Juni), p. 564.
2 ) Näheres über die Eintzelungs - Gerechtigkeiten siehe B-A, 44/45. — Vorübergehend(1741—1744) erblicken wir Johann Ludwig im Besitze des noch heute bestehenden Gasthofes „Diegoldene Gans“ auf der „kleinen Junckerngasse“, der bereits damals zu den ersten Gasthäusern der Stadtzählte und fürstliche Gäste, wie z. B. 1741 den Prinzen Heinrich Markgrafen von Schwedt, Gesandteund andere hervorragende Persönlichkeiten bei sich zu Gaste sah [Breslauisches Tagebuch vonJohann Georg Steinberger 1740—1742, (Breslau 1891), p. 88 u. 138]. Der Kaufpreis betrug llOOORtlr.und 25 species Ducaten Schlüsselgeld (Breslauer Stadtarchiv Hs. G. 5, 280 fol. 170 u. 283 fol. 260).