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wir hinzufügen müssen, fast einzige Lohn, der den vielfachen und umfang-reichen Bemühungen Friedrichs des Großen zur Hebung und Beförderungder Wirtschaftslage und vornehmlich der Industrie Schlesiens zuteilgeworden ist.
Damals war es, daß durch die Einrichtung von Leinwandmärktenin einer ganzen Reihe von Gebirgsstädten die Anfänge zu der Entwickelunggelegt worden sind, die in ihrem weiteren Verlaufe zuerst zu einerAusbildung von bedeutenderen Handelsplätzen in der Provinz nebenBreslau geführt hat. Während dieses nämlich bisher im HandelslebenSchlesiens allein eine Rolle gespielt und den Verkehr so beherrscht hatte,daß man von einem besonderen Breslauer oder schlesischen Handel garnicht sprechen kann, sehen wir jetzt in Waldenburg, Landeshut, Schmiede-berg etc. und vor allem Hirschberg eine Reihe von Handelsstädten mitausgeprägtem lokalen Charakter und doch von allgemeinerer Bedeutungerstehen, die neben der Provinzialhauptstadt Beachtung und Erwähnungverdienen. Allerdings immerhin nur in zweiter Linie; denn da sie fürihre Geld- und Kredit-Bedürfnisse ausschließlich auf Breslau angewiesensind, bleiben sie gleichwohl, ebenso wie früher, mit der Provinzialhaupt-stadt in innigem Konnex und sogar in Abhängigkeit von ihr, und bleibtmithin dieser neben ihrer internationalen auch ihre zentrale Stellung inSchlesien nach wie vor vollkommen gewahrt. Diese Entwickelung derGebirgs- und Handelsstädte ist also in handelsgeschichtlicher Hinsichthauptsächlich nur deswegen für uns von Interesse, als sie einen Teil desbisherigen Breslauer Handels von diesem Zeitpunkte an genauer undbestimmter als früher auf einen speziellen Landesteil Schlesiens lokalisiert
30. November 1753 „auf den gnädigst communicirten Aufsatz in puncto deren Berliner Banco zuerwartenden Avantages in der Handlung“ enthält hierüber folgenden interessanten Passus: „Die Zeitensind vorbey, da Schlesien gleichsam das Monopolium von Garn und Leinwand Handlung hatte.Unsere Nachbaren, die Lausitzer und Böhmen sind uns auf der Spure nachgegangen und Thun Datogroße Dinge, ja selbst die Engländer haben seit einigen Jahren, wie notorisch ist, einen considerablenAnbau von Flachs effectuiret und machen schon sehr schöne und viele Linnen von aller Art: und dasie auf ausgesetzte Prämien arbeiten, mithin zur Ausbreitung des Anbaues und ihrer Fabriquen auf-gemuntert werden, so’ wird gewiß ihr fleiß noch immer größer und die Abnahme von uns immerkleiner werden: nicht zu gedencken, daß die Franzosen ebenfalls seit 30 Jahren im Anbau des Flachsesund Extendirung ihrer Leinwandt Fabriquen soweit gekommen, daß wir beweisen können, daß derAbzug den wir sonst von ihnen gehabt, schon über die Helfte heruntergegangen.“ (Staats-Archiv zuBreslau M. R. VI. 1). Vgl. auch Fechner, Friedrichs des Großen und seiner beiden Nachfolger Garn-handelspolitik in Schlesien 1741 — 1806, Zeitschrift des Vereins f. G. u. A. Schl. XXXVI, p. 355 ff.