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Das Soll und Haben von Eichborn & Co in 175 Jahren : ein schles. Beitr. zur vaterlaendischen Wirtschaftsgeschichte
Entstehung
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Friedrich Binder, Johann Philipp Richshoffer und Friedrich Gruber inStraßburg, bei denen er vom 7. Juli 1718 bis 7. Juli 1722, dem damaligenallgemeinen Gebrauche zufolgevor einen Handelsjungen bedient gewesenin der üblichen Form und Ausstattung ausgestellt haben. Er wurde am28. Februar 1736 an der Breslauer Börse rezipiert und zählte wie seinBruder zu den Großkaufleuten (mercatores), von denen damals die beidenanderen Kaufmannsklassen der Krämer (institores) und Trödler (venditores)streng unterschieden wurden.

Von dem Zeitpunkte des Eintritts von Mattheus in die Firma an

wird diese, die bis dahin, wie in der Natur der Sache lag, nur auf

den Namen Johann Ludwig Eichborn gelautet hatte, in willkürlicher Weisebald alsJohann Ludwig und Mattheus Eichborn,Gebrüder Eichbornoder auch schonEichborn & Co aufgeführt, welch letztere Bezeichnungdann allmählich immer mehr hervortritt und spätestens von 1765 an dieallgemein gültige und übliche ist.

Die Akten der Firma aus der ganzen Zeit des achtzehnten Jahr-hunderts sind bei der Beschießung Breslaus im Jahre 1807 durch dieFranzosen fast sämtlich zu Grunde gegangen, und so fließen die Nach-richten zu ihrer Geschichte anfangs nur sehr spärlich und aus den ver-schiedensten Quellen. Was wir aus ihnen über den Beginn ihrer Tätigkeit

erfahren, beschränkt sich darauf, daß sie sich dem Speditions-Geschäft unddann vorzüglich gleich dem Leinwand- und Garnhandel, von dessendamaliger Bedeutung wir bereits oben gehört haben, zugewandt hat.Anfangs dürften freilich diese und andere Warengeschäfte, wie es dasdamalige Verkehrswesen mit sich brachte, seitens der Firma hauptsächlichkommissionsweise betrieben worden sein. Binnen kurzem aber hat sichdann im Anschluß hieran wenigstens auf den beiden vorgenannten Handels-gebieten ein umfangreiches Warengeschäft der Firma für eigene Rechnungentwickelt, und zugleich ist diese auch schon frühzeitig durch ihrenKommissionsbetrieb auf das reine Bankgeschäft hingelenkt worden.

Die durch Fuhrwerk nach Breslau gebrachten Produkte des Ostensließen sich nämlich in der kurzen Zeit des Aufenthalts der Frachtführerdaselbst nicht immer angemessen verwerten. Sie wurden daher vielfachvertrauenswürdigen Handlungshäusern am Orte zur Verwertung übergeben,