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maligen Breslauer Patriziergeschlechter auf dem gemeinsamen Boden desdeutschen Bürgertums.
Johann Ludwig, geboren 1699, und Johann Mattheus, geboren 1702,waren die Söhne des Sattlers Johann Jakob Eichborn zu Landau in derPfalz und ihre Vorfahren, deren Namen sich in den protestantischenKirchenbüchern der Stadt bis in das sechzehnte Jahrhundert zu rück verfolgenlassen, teils Ackerbauer, teils Weingärtner oder Handwerker 1 ). ÜberJohann Ludwigs kaufmännischen Bildungsgang sind wir nicht unterrichtet,von Mattheus hat sich dagegen der Lehrbrief erhalten, den ihm Johann
Eckart Aichbrunn
I
Adam Eichbornverm. 1594
T • ■ • •
Valentin Eichborn Adam Eichborn Paul Eichborn
verm. 1636 •(.... verm. 1656
Phil.JacobEichbornt 1708
Jac. DavidEichbornf 1706
Joh. GeorgEichbornf 1694
Joh. Jacob
Joh. Jost Johann
Phil.
Joh. Ludwig
Joh. Jac.
Wilhelm
Stephan
Johann
Eichborn
Eichborn Eichborn
Friedrich
Eichborn
Eichborn
Eichborn
Eichborn
Eichhorn
t 1743
f 1727 •(....
Eichbornt 1727
t ■ • ‘ ■
f 1724
1
t 1707
f 1733
t 1753
Joh. Ludwig MattheusEichborn Eichborn
1) Über das Jahr 1552 hinaus sind die städtischen Archivalien kaum mehr vollzählig erhalten,da Landau damals von den Truppen Heinrich II. von Frankreich und des Markgrafen Alcibiades vonBrandenburg schwer heimgesucht worden und es nur zu wahrscheinlich ist, daß bei dieser Gelegenheitviele Acten zu Grunde gegangen sind; infolgedessen ist auch mit diesem Jahre der unbedingtenVollständigkeit aller weiteren Forschungen ein Ziel gesetzt.
Der Name Eichborn selbst ist, wenn auch nicht genau in dieser Bildung, sehr alt.In den Gegenden des Oberrheins z. B. finden sich im zwölften und dreizehnten Jahrhundert eineganze Anzahl adeliger Familien-Namen, die zu diesem Wortstamm gehören. Wir nennen hierEichelberg, Eichesheim, Eichen, Eichelbach; eine später eingegangene Ortschaft letztgenanntenNamens wird in der Nähe von Rastatt gesucht (Siehe Mones Ztschrft für Gesch. d. Oberrhns I, p. 154;II, p. 212 f, III, V, VI, VIII, IX, passim). Auch in Schlesien begegnen wir zu gleicher Zeit (dreizehntesund vierzehntes Jahrhundert) in zahlreichen Urkunden den Vertretern einer ritterlichen Familie, derenName Eichelborn seine Zugehörigkeit zu demselben Wortstamm wie die vorerwähnten Namen in keinerWeise verleugnet. (Siehe u. a. Codex Diplomaticus Silesiae XXII, Regesten zur Schlesischen Geschichtep. 82). Sinapius führt dieses Geschlecht in seinen „Schlesischen Curiositäten Erster Vorstellung etc.(I, p. 348) mit auf und bemerkt dazu: „Zweifelsohne ein altes deutsches Geschlecht, aber ieziger Zeitunbekannt.“ Als er diese Worte schrieb (1720) zog gerade Johann Ludwig Eichborn in Breslau ein.