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Das Soll und Haben von Eichborn & Co in 175 Jahren : ein schles. Beitr. zur vaterlaendischen Wirtschaftsgeschichte
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Lebenserfahrung in Erfüllung eines tief gefühlten Wunsches des Ver-fassers an die Spitze dieses Buches gestellt und damit zugleich seinerHeimat und der Schlesischen Gesellschaft für vaterländische Kultur ins-besondere eine köstliche Spende dargebracht hat. Wenn ihm also derVerfasser hierfür auch an dieser Stelle seinen innigen Dank ausspricht,so hofft er, daß diese seine Empfindung von weiteren Kreisen seinerHeimatstadt und Provinz geteilt werden wird.

Was die Form der Darstellung anlangt, so hat sich der Verfasserlediglich bestrebt, die Geschichte der Firma einfach zu erzählen, indemer von statistischen Berechnungen und einer national-ökonomischenBetrachtungsweise gänzlich abgesehen hat. Denn vor allem hat ihmam Herzen gelegen, dem nicht kaufmännischen Leser erstens einmalzu zeigen, welche Unsumme von Arbeit die Existenz einer alten Firmabedeutet, und ihm zweitens zugleich auch einen Begriff davon zugeben, was in heute noch gesteigertem Maße in großen kaufmännischenBetrieben an Tüchtigkeit und Tätigkeit verlangt wie geleistet wird.Will es doch dem Verfasser scheinen, als fehle es in seiner Heimathier und da an der nötigen Einsicht in die Bedeutung des modernenWirtschaftslebens und vornehmlich der verständnisvollen und ge-bührenden Achtung vor dem Werte der persönlichen Arbeit des Groß-Kaufmannsstand.es.

Zum Schluß aber drängt es den Verfasser, bei der doppeltinnigen Verbindung, in der er zu dem Gegenstände seiner Arbeit steht,ganz besonders zu betonen, daß ihn bei ihrer Niederschrift die An-schauung geleitet hat, der Friedrich der Große in seiner ersten, 1746geschriebenen Einleitung zu seinerHistoire de mon temps infolgender Weise Ausdruck verliehen hat:Beaucoup de personnes ontecrit lhistoire, mais bien peu ont dit la verite. Wenn aber in diesenBlättern des öfteren wärmere Töne angeschlagen werden, so betrachteter dies als sein gutes Recht, da er sich darauf beschränkt hat, nurgeschichtlich" gewordene Tatsachen zu behandeln, und jenes Wortesvoll eingedenk ist, nach dem das Beste, was wir von der Geschichtehaben, die Begeisterung ist.

Breslau, im August 1903

Kurt Moriz-Eichborn