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Mein ältester Sohn lebt in einer friedlich und glücklichenEhe, hat zwei liebe Buben, ist fleißig in seinem Geschäft,und Gott segnet es auch. Mein jüngster Sohn ist auchbrav, und wird, sobald er das gehörige Alter erreicht hat,von seinem Vater sein Geschäft übertragen bekommen; ichliebe Sie wie meine eigenen Kinder, und Sie erwidern esmit Gegenliebe und vollem Zutrauen.
.'V pro pos! die Charlotte lebt noch, ist aber äußerstmißvergnügt, weil die jetzigen Mägde mehr Lohn bekommenund weniger arbeiten, als sie gearbeitet hat. Ich kannihr nicht begreiflich machen, daß ich die Welt nicht ändernkann und mich also nach den jetzigen Gewohnheiten richtenmuß. Auch, daß vor Zeiten man für einen Gulden eben-soviel als jetzt beinahe für zwei bekommen hat; sie grüßtaber sehr freundlich und freute sich ihres Andenkens.
Sie sind von den Meinigen und mir Alle herzlichgegrüßt! und Gott enipfohlen.
Tod der Susanna vassermann.
Am 12. August 1810 starb die Ehefrau des WilhelmBasscrmann, Susanna Elisabeths, nach 21 jähriger Ehe imAlter von 64 Jahren ohne Hinterlassung von Kindern. DieAkten auf Ableben der Genannten sind bei dem AmtsgerichtHeidelberg noch vorhanden. In ihnen findet sich folgendesTestament und Kodizill vom 25. und 26. Oktober 1802:
Im Namen des Dreieinigen Gottes!
Ich Susanna Elisabetha Bassermann, geb. Erb, habemit meinem Ehemann Johann Wilhelm Bassermann unterin18tcn Oktober 1739 die Eheberedung dahin errichtet, daß dieEhe zwischen uns ohne die geringste Gemeinschaft der Gütereingegangen worden und bestehen, also nur die willkührlicheDisposition über mein Vermögen um so unbeschränkter ver-bleiben solle, als gedachter mein Ehemann der durch das