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Wilhelm Bassermann, 1744 - 1811, Kaufmann in Heidelberg, und seine Nachkommen : beiträge zur Bassermann'schen Familiengeschichte
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Universität, wenn es zur Wirklichkeit kommt, so ist unsereStadt ruiniert. Die Schwaben sinnen darauf, uns Pfälzerzu Grunde zu richten, sie werfen uns vor, daß unserLand so verschuldet seye. Ein Pfälzer sagte ihm, wirmüssen ja selbst die Schulden for unser Land zahlen, tretteEr uns das Land ab, wir wollen bald schuldenfrey sehn.Anjetzso wäre unsere Universität mit vortrefflichen Pro-fessoren besetzt, es darf nur der Friede vollkommen her-gestellt sehn, so werden wir Akademiker genug hier haben.Auch Vos haben wir hier, aber nicht als Lehrer, sondernnur nach seinem Vergnügen zu arbeiten. Stilling ist ebenauf diese Art hier. Sie müssen uns noch besuchen, so langewir noch inflor sind.

Heidelberg, den 18. Februar 1806.

Ihre unveränderte Freundin Bassermanngebohrene Erb.

Heidelberg, den 28. Dezember 1808.

Theuerster hochgeschätzter Freund!

Nun soll ich Ihnen auch von meinen VerhältnissenNachricht geben, O' lieber Freund dies kommt mir schweran. Manche meiner Familie machen mir fortdauernd sehrvielen Kummer und große schwere Ausgaben, meine Saatist erstickt und trägt mir nichts als Disteln.

Auch ich bin mit unter den Unglücklichen, die an denStaatspapieren verlieren; überhaupt sind meine Einkünftedurch mancherley Umstände sehr geschmälert worden, dieskränkt mich hauptsächlich darum, weil ich dadurch außerStand gesetzt werde, nicht nach meinen Wünschen gegenmeine Freunde und Verwandten handeln zu können. Unterallen diesen Widerwärtigkeiten erkenne ich, mit den dank-barsten Gesinnungen gegen Gott, alles Gute, so ich fürmeine Persohn und meine angeheurathene Familie geniese.