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Wilhelm Bassermann, 1744 - 1811, Kaufmann in Heidelberg, und seine Nachkommen : beiträge zur Bassermann'schen Familiengeschichte
Entstehung
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überall herrscht, der unglückliche Krieg, die unersättlicheForderungen der Truppen bei den jetzigen Durchmärschen,müssen Wohlhabende zu Grunde richten, wieviel mehr, wodie Einkünfte kurz zugeschnitten sind. O bester Freund,in welchen Zeiten leben wir. Hier darf ich meinem be-lasteten Herzen nicht freyen Lauf lassen. Ich will lieberzu angenehmeren Gegenständen mich wenden. Daß meinältester Sohn in Mannheim glücklich verheyratet ist, habeich Ihnen, wie ich meine, schon gesagt, daß er aber einenlieben Buben hat, der schon allein laufen und plaudernkann, wissen Sie noch nicht. Mein jüngster Sohn wirdauch brav. Bassermann wollte diesen Sommer sein Ge-schäft aufgeben, wir konnten aber niemand finden, der esübernehmen wollte. Karl sollte sein Glück in einer größerenHandelsstadt suchen; ans einmal änderte er sein Plan,zeigte Vorliebe für unser Geschäft und so entschloß sichder Vater, sich noch bis zu seinem reiferen Alter damitzu quälen.

Voriges Jahr hörte ich, Sie würden nach Maynzkommen, ich bin nicht damit zufrieden, daß Sie es nichtangenommen haben, eben wegen dem eingerissenen Sitten-verderben hätte ich gewünscht, daß ein Mann von IhremGehalt dahin gekommen wäre, dann hatte ich es auch ausEigennutz gewünscht, um Sie näher zu haben. Die Reysevon Hier nach Maynz ist durch ihre manigfaltige Ab-wechselung des schönen, fähig Aug und Herz zu ergötzen,denn wer könnte durch das Anschauen so mancher bezau-bernder Gegenstände als zum Beispiel die Ansicht auf derMaynzer Rheinbrücke nicht gerührt die Allmacht Gottesbewundern. Wenn man ein gewisses Alter erreicht so ver-liert man so nach und nach seine Jugendfreunde, daß manzuletzt wie allein und verwayst dastehet. Was mich nm-giebt sind neue Bekanntschaften aber keine Jugendfreunde.

Durch den Zuwachs der Länder, die unser Churfürsterhalten hat, spricht man von Verlegung der hiesigen