dem Goldarbeiter Trübncr. Eine Bierwirtschaft der MainzerAktienbrauerei ist heute iin ersten Stockwerk. Damals staches von anderen Häusern hervor, denn die Beschaffenheit derWohnungen ließ im 18. Jahrhundert vieles zu wünschenübrig, Holz- und Fachwerkbauten bildeten die Regel undauf die Erbauung von steinernen Häusern wurden noch viel-fach Prämien ausgesetzt. Als Wilhelm Bassermann diesHans erwarb, war er 52 Jahre alt.
In der Bürgerschaft genoß er großes Ansehen, er wurdeKirchenvorsteher, Almosen- und Hospitals-Depntations-Assessor.
Die Kindererziehung kostete viel Geld, namentlich seit-dem die beiden ältesten Söhne in Frankfurt und Mannheimwaren. Darüber und über die Unsicherheit der Verhältnisseschreibt Frau Wassermann am 1. September 1798 folgendes:
„In diesem Krieg haben in unserer Gegend mancheLeute viel durch Lieferungen gewonnen. Bassermann wollteaber durchaus nichts mit zu thun haben; unser ganzerGewinn bestand in dem stärkeren Abgang unserer Waren,davon hat die große Teuerung und die großen Kosten fürdie Kinder (wir müssen das Jahr 366 fl. für Kost undUnterricht zahlen) vieles wieder mitgenommen, demohnge-achtet sind wir voll Dankes gegen die Güte Gottes undsind mit unserem Mittelstand vollkommen zufrieden, aberlieber Freund, wer weiß, wie lange wir dieses Glück ge-nießen; vielleicht ehe Sie diesen Brief haben, ist unserWohlstand zerrüttet, wie oft schwebte auch ein Schwerdtan einen: Haar über unserem Haupt, und wir bliebenverschont. Jetzt ist es wieder gezückt und Gott weiß, obes eingesteckt wird. Friede ist unser Wunsch, könnte ernur auch unsere unglückliche brodlose Freunde beglücken.Welche eine Zeit!"
Am 3. Februar 1799 starb der Sohn Friedrich Wilhelm;er war zur Zeit seines Todes noch Zögling des Winter-werberschen Erziehungsinstituts, bekam in demselben das Nerven-