Trotz der schweren Zeiten wurde durch Fleiß und Spar-samkeit Wilhelm Bassermann ein wohlhabender Mann, wasschon daraus erhellt, daß bei seinem Tode jeder der beidenSöhne ein Vermögen von 40 000 Gulden ererbte. Am18. Mai 1797 erwarb er ein eigenes Haus; er kauftedasselbe von seiner Schwägerin, der Adam Bassermann Witwefür 5500 Gulden. Der Kaufkontrakt hat folgenden Wortlaut:Kaufbrief scl 5500 Gulden.
Ich Catharina Elisabetha Wittib des Verlebten Bürgersund Handelsmanns Johann Adam Bassermann eine gcbohrneGabelin unter Beystandschaft des dahicßigen Bürgers undDreykönigwirths Friedrich Daniel Bassermann habe aufrechtund redlich verkauft den: allhießigcn Bürger und Handels-mann Wilhelm Bassermann meine dahier auf der Hauptstraßgelegene Eckbehaußung ml 10 Ruthen 4 Schuh 1 Zoll10 Linien Heydelberger Werkschuh, so beforcht einseits dasuniversitäts gäßlein, anderseits Wilhelm Keller, hinten dieUniversität, dornen die Hauptstraß beschwert mit 13 kr.Bodenzinß in das Stift Neuburg, dann 12 kr. 6^/2 Hll. indas Churhospital vor und um die Summe sä fünftausendfünfhundert Gulden, dergestalten, daß Käufer die Kaufbriefsexpeditions und sonstige Kösten allein trage.
Heydelberg a. 18ten May 1797.
Das Haus ist erwähnt in der Geschichte und Beschreibungder Stadt Heidelberg von Friedrich Peter Wundt, (ErsterBand), gedruckt in Mannheim 1805.
„Beschreibung der merkwürdigsten Plätze der Stadt undVorstadt von Heidelberg:
Das Bassermannsche Handelshaus, welches vor einigenJahren erweitert und verschönert wurde. In der Hälfte desvorigen Jahrhunderts führte es den Namen der RübekischenHandlung".
Das Haus steht heute noch in der Hauptstraße Nr. 130zu Heidelberg, das Eckhaus an der Universitätsgasse gegenüber