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Wilhelm Bassermann, 1744 - 1811, Kaufmann in Heidelberg, und seine Nachkommen : beiträge zur Bassermann'schen Familiengeschichte
Entstehung
Seite
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Wie ich nach Haus kam, fand ich erst alles in trüben Ge-sichtern, gleich den ersten Tag unsrer Rehse legte sich meinjüngstes Kind, das ich so gesund verlies, es wurde Tödlichkrank, doch war es bis zu unsrer Ankunft so ziemlich wiederhergestellt, allein beyde Mägde waren krank, und der Frauihr Mann, die ich zur Aufwartung hatte, wurde auch krank,so daß ich jemand ganz fremdes ins Haus nehmen mußte,ohne der unangenehmen neben Umstände zu gedenken,welches zu weitläufig würde, werden Sie schon sehen,theuerster Freund! daß es auch mir an Wiederwärtigkeitennicht fehlte. Gottlob daß Sie nun überstanden sind, derHimmel wird bey weiterem Uebel auch wieder überstehenhelfen, denn einige Tag Ruhe sind weiter nichts als Pausenin der Wüste. Gott lob aber auch vor diese Erholungen,welche zur Erquickung dienen."

Besser verlief die nächste Zeit, in einem Brief vom9. Februar 1791 dankt sie demuthig Gott, daß er ihrHaus vor Krankheit verschont hat; sie weiß es um somehr zu schätzen, weil der vorige Winter so hart für sie war.

Einfluß der französischen Revolution.

Unruhige Zeiten kamen mit der französischen Revolutionauch über Heidelberg durch den Reichskrieg gegen die Franzosen.Die Oesterreicher standen lange unter Wurmser und Clairfaitan der Bergstraße, die Franzosen unter Pichegrn in derRheinpfalz. Heidelberg war bald in den Händen der Franzosen,bald in denen der Oesterreicher. Die Einquartierung hörtenicht auf. 1795 wurden die Franzosen in der Schlacht vonHandschuhsheim geschlagen, nachdem bei Handschnhsheim,Wieblingen, Eppelheim und Walldorf heiß gekämpft wordenwar. Aber auch für das städtische Leben machte die Revo-lution ihren Einfluß geltend, sie weckte in Heidelberg dieGeister und die Erregung machte sich Luft in einer Beschwerde-schrift, welche 46 Personen am 27. Oktober 1789 im Auf-