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Wilhelm Bassermann, 1744 - 1811, Kaufmann in Heidelberg, und seine Nachkommen : beiträge zur Bassermann'schen Familiengeschichte
Entstehung
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übertrieben, und setzte meine Geduld in große Uebung.Gleich bey unserer Verbindung versprach mir Bassermannmich mit in die Meße zu nehmen, dies war mir nur deß-wegen angenehm, um meine Jugendfreundin, Frau vonSavigny zu sehen, ich sagte ihr dieses gleich anfangs,durch die viele Kranke versäumte ich ihr Nachricht vonder Zeit meiner Ankunft zu geben, sie war auch bis denletzten Tag meiner Abreyse so im Zweifel, daß ich Anstandnahm die Reyse zu unternehmen, weil meine Hausmagddas Gallenfieber, (welches aber doch im Abgang war);hatte. Meine Geschwister glaubten diese Reyse würde nurzu einer Gemüthsveränderung dienen, und suchten alleHinderniße aus dem Weg zu räumen, und nahmen die2 ältesten Buben zu sich, der Doctor versicherte es wäreganz auf der Beßerung, und so reyste ich ziemlich ruhigab, weil ich eine Frau ins Haus nahm, die die Krankepflegte, und unter der Aufsicht meiner Schwägerin dasübrige besorgte. Wir kamen Abends spät in Frankfurthan, mein erster Ausgang des andern Tags war, wie leichtzu errathen zur F. von Savigny, wie erstaunt und wievom Donner gerührt war ich, als ich vor dem Haus vonder Magd hörte, Sie wäre eben im Begriff auf ihr Land-gut!) zu Ihrem Gemahl zu reysen, Frau von Savignymachte mir Vorwürfe, warum ich ihr meine Ankunft nichtgemeldet habe, Sie würde gewis diese Reyse nicht unter-nommen haben, wenn sie gewußt hätte daß ich komme,sie erkundigte sich, wenn die Heidelberger Kauflcute kommen,und erfuhr 8 Tag später, als wir kamen. Sie kamen justden Tag wieder zurück als ich des Morgens abreyste.Sie können leicht denken wie niederschlagend dieser Vorfallvor mich war, meine übrigen Freunde suchten mir zwarmeinen Aufenthalt angenehm zu machen, allein ich warverstimmt, und verwünschte alle Pläne, die ich zu meinerErholung machte. Bisher habe ich es mir auch zu einemGesetz gemacht, an gar keine Veränderung mehr zu denken.