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Wilhelm Bassermann, 1744 - 1811, Kaufmann in Heidelberg, und seine Nachkommen : beiträge zur Bassermann'schen Familiengeschichte
Entstehung
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viele üble Gewohnheiten ab. Gott gebe ferner Segen zumeiner Bemühung, das ist der Lohn, den ich mir dafürwünsche."

Die erste Zeit der neuen Ehe war, wie die Hausfrauschreibt, mit lauter Ungemach verbunden. In einem Briefvom 6. Juni 179V klagt sie, daß kranke Kinder und krankeMägde beständig miteinander abwechseln. Ihre Gemüts-stimmung war ob dieses Mißgeschicks eine trübe, wie sieüberhaupt oftmals zu einer düsteren Weltanschauung neigt.Der Brief vom 6. Juni 1790 lautet:

Heidelberg, den 6. Juni 1790.

Schon mehr als 20mal, mein werthester Freund'war ich im Begriff Ihnen zu schreiben, und bin immerabgehalten worden. Die Nachricht und näheren Umstände,die Sie mir von dem Tod Ihres rechtschaffenen HerrnVaters gaben, haben mich recht gerührt und zu Thränenbewegt. Es geht doch eins um das andere meiner Be-kannten hin, zuletzt lebe ich in einer ganz unbekanntenWelt, es macht eine sehr melancholische Sensation ans mich,wenn ich bald da, bald dort Nachricht von dem Tod meinerFreunde höre. Wohl dem, wer dieses mühsame Lebenglücklich überstanden hat, und dessen Andenken, so wieIhres würdigen Vaters, im Segen ruht!

Ihr 2ter Brief, den ich den 31ten May, (von welchemTage er ans Jrrthum vermutlich datirt war), erhaltenhabe, gibt mir nun wieder eine Todes-Post, die mir rechtnahe ging, weil ich als Gothe auf dieses Kind nähereAnsprüch von Liebe machte. Die Schicksale der Menschensind darinnen einerley: Daß Lehden unzertrennlich vommenschlichen Leben sind. Mein hiesiger Aufenthalt istbisher mit lauter Ungemach verbunden gewesen, krankeKinder und kranke Mägde, wechselten beständig mit einanderab, uud letztere krank zu haben ist eine der größten Unbe-quemlichkeiten; ihre praeter, tiouer, von Aufwartung war