Druckschrift 
Wilhelm Bassermann, 1744 - 1811, Kaufmann in Heidelberg, und seine Nachkommen : beiträge zur Bassermann'schen Familiengeschichte
Entstehung
Seite
23
Einzelbild herunterladen
 

stuhls, des Gaisbergs und auf die hier über jede Borstellungherrlich tronende Schloßruine."

VeruMtigteit Wilhelm Vassermanns.

Wie bereits erwähnt, war wohl die Beschäftigung desVaters Christoph Bassermann mit der Seidenindustrie dieVeranlassung, daß Wilhelm Bassermann Tuchhändler wurde.Ein altes Adreßbuch meldet, daß er in Heidelberg ein Ge-schäft in Tuchen, Cottons und Seidenwaren er, Zros betrieb.sHandelsadreßbuch für alle Handelshäuser und Fabriken imGroßherzogtum Baden.) Er war eine Zeit lang associertmit seinem Bruder Adam, der indes schon 1785 im Altervon 44 Jahren starb, als Wilhelm Bassermann 41 Jahrealt war. Die kaufmännische Tätigkeit Wilhelm Bassermann'sfällt in jene Zeit, in der die Fürsorge des aufgeklärten Staatsin wirtschaftlichen Dingen sich überall in der Form der Be-vormundung der Untertanen und Vielregiererei ans der einenund wachsendem Widerstand weiter Kreise auf der andernSeite geltend machte.

Auch für die Zitz- und Kattunfabrikation hatte KarlTheodor Privilegien erteilt und zwar an die Hofkammer-,geistlichen Administrations - und Kommerzienräte Heinrich,Daniel Bingner und Johann Ludwig Harscher für die Zitz-und Kattunfabrik zu Heidelberg. Allein die Kaufleute undKrämer in den kurpfälzischen Hauptstädten und auf demLande wollten von sotaner Zitz- und Kattunfabrik in Heidel-berg nichts wissen, sondern bezogen trotz des Privilegs dervon dem Kurfürsten subventionierten Fabrik Zitz und Kattunvon auswärts. Im Jahre 1770 verordnete der Kurfürstdas gänzliche Verbot des Ein- und Verkaufs fremder Zitzenund Calancas, bei Strafe der Einstellung des Handels-betriebes und Konfiskation der Waren.

Am 25. Januar 1775 schloß die Fabrik mit der Kauf-mannschaft der Pfalz ein Uebereinkommen, daß letztere jährlich