er sich besonders durch die Wiederherstellung der UniversitätHeidelberg verdient, die nach ihm Ruperto-Carola genanntwurde.
Am 20. März 1811 verkündeten die Kanonen der Invalidendem aufhorchenden Volke von Paris die Geburt des Königsvon Rom. Napoleon stand auf dem Gipfel seiner Macht.Aber schon erwachte in Preußen der Freiheitsgedanke undder Entschluß, das schmähliche Joch abzuschütteln, als WilhelmBassermanu am S. Mai 1811 starb.
In der geographisch historischen Beschreibung der kur-fürstlichen Pfalz am Rheine von Johann Goswin Widderist über das Heidelberg der damaligen Zeit folgendes bemerkt:
Der jetzige Zustand der Stadt Heidelberg, des Schlossesund Dörflein Schlicrbach samt allen zum städtischen Gebieteeinschlagenden Zugehörungen, verhielt sich im Jahre 1784folgender Gestalt: Die Bevölkerung bestand in 1762 Familien,worunter 1 Mennonist und 28 Juden begriffen waren, inallem aber 10 754 Seelen. Der Viehstand in 342 Pferden,36 Zugochsen, 347 Kühen, 71 Rindern und 436 Schweinen.Die Gebäude in l2 Kirchen, Kapellen und Klöstern, 9 Pfarr-nnd 12 Schul-, 959 bürgerlichen, 35 gemeinstädtischen Häusernund 9 Mühlen.
Die Stadt Heidelberg hat in den kommenden Jahren keineZunahme erfahren. Jin Jahre 1810 zählte sie 10 312 Seelen.Die Mcnschenzahl hatte sich seit 1784 um 442 Seelen ver-mindert.
Karl Theodor trug zur Verschönerung der Stadt beidurch die Erbauung des Karlstores und der auf neunPfeilern ruhenden, festen Neckarbrücke. „Von ihren zwölfAltanen eröffnen sich mannigfaltig liebliche Gesichtspunkte,östlich in den Schoß der abgeschlossenen Gebirgskette, westlichim Abendscheine, in die lichtblauen, sanft hingezeichneten über-rheinischen Berge, nördlich auf den anmutig mit Weinbergen,Obstgärten, Mandelbäumen und Lusthäusern prangenden Ab-hang des Heiligenberges, südlich auf die Gebirge des König-