erfahren. Im Bette kann er nun nicht mehr wegen Engig-keit liegen. Also sitzt er immer im Sessel. Man sagtemir heute morgen, daß man sein Ende erwarte. DeriVleäicus hatte es schon vor 8 Tagen nahe zu seyn geglaubt.Ich ließ für ihn in der Kirche beten. Indessen ist erdiesen Nachmittag wieder munterer und spricht auch viel,als ein Mann, der immer bei sich ist. Seine Arzneienwill er noch nehmen, bis er seine Kinder gesehen, umsich etwa bis zu ihrer Ankunft, so Gott will, fristen.Darnach will er damit aufhören. Dies sind aber Vor-sätze, mit denen es sich geben wird.
Zu bedauern wäre er immer mehr, je später seineErlösung von Bangigkeit und Leiden ist.
So viel ist, was ich jetzo zu schreiben weiß. WenniAsckM, Erb noch ein Billet beilegen wird, das sie erstschreiben will, wenn der iAeckicus vor Abgang der Postnoch einmal dagewesen seyn wird, so bittet sie inständigst,Ihr Briefgen per Lxpressum nach Heidelberg an HerrnKaufmann Bassermann gelangen zu lassen, der den jungenErb zum Ueberbringer nach Rohrbach machen kann.Wenn die Herren und iVIuäM Erbin eine Postmäßige,d. i. nicht allzuschwache Kutsch hätten, so könnten sie amgeschwindesten von Dienstags Morgends mit Extrapostabends schon hier seyn.
Die Sehnsucht des armen Krauken, der seine Kinderund Enkel immer so sehr geliebt, macht mich auch dringendauf diesen Besuch.
3. Auszug aus dem Briefe vom 2. März 1786.
Vorgestern, 28. II., eine Stunde vor der Leiche kamen diewürdigen Söhne des sel. Herrn Erbs mit ihrer Schwesterhier au, sahen noch die zurückgelassene Hülle des aufge-flogenen Geistes, die um 5 Uhr zu Grabe getragen ward.Der Inspektor hielt eine ganz kurze Ansprache und lasdann lieber die in größter Eile von mir zusammen-geschriebenen Personalien vor, weil er sie für erbaulich