Töchter Maria Magdalena und Susanna Elisabetha, dieseletztere war die zweite Frau des Wilhelm Bassermann, vonder noch später die Rede sein wird.
Ludwig Erb war, was man nicht von jedem Schulmeisterder damaligen Zeit sagen kann, ein Mann in auskömmlichenVermögensverhältnissen. 1753 wird er mit einem Hausplatzeingeschätzt und weiterhin ist erwähnt, daß er in Zweibruckensein eigenes Haus besaß. Das Studium der Söhne, na-mentlich des ältesten, hatte viel Geld gekostet und das Ver-mögen sehr vermindert, sodaß bei dem Tode des Ludwig Erbden beiden Töchtern das noch übrige Vermögen zufiel.
Wilhelm Bassermann heiratete 1772 die Enkelin desLudwig Erb, Maria Elisabeth und der alte Geheime Kabinetts-kanzlist erlebte noch die Geburt seines Urenkels LudwigBasscrmann, dessen Taufpate er am 30. Juni 1781 war.Seine Ehefrau war schon am 11. Dezember 1771 im Altervon 64 Jahren ihm durch einen Schlagfluß hinweggenommenworden. Ain 10. August 1783 feierte er mit seinen Kindern,Enkeln und Urenkeln seinen achtzigsten Geburtstag.
Im Februar 1786 lag der alte Kabinettskanzlist schwerdarnieder. Ueber seine Krankheit wird in den anliegend ab-gedruckten Briefen des ehemaligen Rektors des Gymnasiumsin Zweibrücken, Crollius, der 1790 starb, an einen HerrnLamey berichtet. Die Brustwassersucht stellte sich bei ihmein und schwere Atemnot quälte ihn in seinen letzten Tagen.Lebhaft verlangt es ihn, seine Kinder und Enkel noch ein-mal zu sehen und Abschied zu nehmen. Aus vorerwähntenBriefen geht hervor, daß die Tochter Susanna Elisabethaihr Briefchen per Lxpressum nach Heidelberg an HerrnKaufmann Bassermann gelangen ließ, um die Angehörigenzu veranlassen, mit Extrapost nach Zweibrücken zu fahren.Sie kamen nicht mehr recht. Am Tage, an dem dieser Expreß-brief abging, starb der alte Erb. Die Erb'schen Kinder undEnkel kamen am 28. Februar 1786 noch gerade rechtzeitigzur Beerdigung.