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Lichtstrahlen beleuchtend Religion, Christenthum und Welt, aus Heinrich Zschokke's Werken
Entstehung
Seite
98
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Geister bleiben sich im ewigen All verwandt, undnur nicht der Staub.

Adieu! — Denken Sie ja nicht daran, michtrösten zu wollen. Ich bin glücklicher, als Sieglauben, auch unter meinen heißen Thränen glücklich!

2l1.

An Denselben.

Aarau, den 2. Mai 1814.

Längst schleppe ich mich schon mit einem mei-nem Herzen zusagenden Entwurf einer Darstellungmeiner Ansichten der Natur; das heißt, ich möchteden Schleier der Isis lüpfen; einen Blick in dasgöttliche AU werfen lassen, wie ich ihn oft — oft!.— in meinen heiligsten Stunden thue; sehen lassenden Verband aller Geister, vom Geiste des Sonnen-stäubchens bis zum großen Geiste; den Verkehr derWesen mit dem lebendigen Gott, wie Irdisches undGöttliches Eins, Uebel nirgends, Zeit und Ewigkeitdas Gleiche sind, den Streit der Kräfte im Men-schen, im Weltall, den Ursprung der Krystallisation,wie die Verwandtschaft der Sternenfamilien zeigen.Ach, wäre nur das Leben nicht gar so flüchtig hier,der Gedanke nicht so gewaltig, so eilend, und dieHand so träge, so lahm, die ihn beim Flügel fas-sen und auf das Papier heften soll!

L1S.

An Denselben.

Aarau, den 24. Sept. 1816.

Die Kunstpracht beider Residenzen (Wien undMünchen) hat nicht den Eindruck auf mich gemacht,als der einzige Morgen in den Alpen des Arlbergs,der Abend in der Jdyllenwelt bei Wörgl, und der