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Daß das Vaterland des Sokrales und Sa-lon, Perikles und Lykurg u. s. w. eine Wüsteward, von Sclaven und Tyrannen bewohnt, ist keinBeweis wider die Fortschritte der Menschheit in ih-rer Vervollkommnung. Denn wie viel helle Puncteauf dem Erdboden waren zu der Zeit, da Athenund Korinth, Sparta und Theben blühten? —Man kann sie ohne Mühe zählen. Weraber zählt die cultivirten Städte und OrtschaftenAsien's, Europcn's und Amerika's heutigen Tages? —
15.
Der geistvolle Mann auf Erden hat immernoch, wenn er es auch eben nicht gesteht, aus frü-hern Jahren seine Dosis Aberglauben, Vorurtheilund Dummgläubigkeit oder Bigoterie behalten. Ebenso besitzt auch das gcsittungs- und bildungsreichsteVolk seinen bildungs- und sittenlosen Pöbel von al-len Ständen, in Seiden und Zwillich.
16.
Wir haben unter uns nicht bloß Menschen desneunzehnten Jahrhunderts, nein, es leben wahr-haftig unter uns noch die Heiden aus der Druiden-zeit, die Kannibalen von den Völkerwanderungen, dieSchwärmer der Kreuzzüge, die Faustgerechten derRitterwelt, die Fanatiker der Reformation, die Ab-geklärten des philosophischen Jahrhunderts.
Daraus erklärt sich mancherlei Erscheinung;z. B-, warum, bei so ungleichartigen Gemengtheilen,unter civilisirten Nationen mehr Gährung, als unterrohen, bildungslosen Völkern stattfinden könne, derenGenossen ungefähr einerlei Culturstufe inne haben.Ferner: wie es möglich sey, daß (dem Namen nach)eine und dieselbe Nation gestern die Republik, heute