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Stellung der Weihung frei auf einer Säule, von allen Seiten sicht-bar, bei seinen Hausgöttern aufgestellt gewesen sein wird. Alser starb, gaben sie ihm dies Götterbild mit ins Grab, sei es alsSiegeszeichen, sei es, daß die Bettelpriester der Kybele, die inden Dörfern und Straßen umherzogen, den Kelten belehrt hatten,daß die Mysterien der Großen Mutter die Seligkeit nach dem Todedem Eingeweihten zu vermitteln imstande wäre (Phaedr. IV 1,Babr. 141 Cr., Gruppe, Gr. Mythologie S. 1621, 1). Man kannvermuten, daß diese Wanderpriester, die sich Metragyrtai be-nannten, aus dem Galaterland in Kleinasien überall in der Welt,wo Stammesgenossen ansässig waren, herumzogen und in dergemeinsamen gallischen Sprache ihre Geheimlehre verkündeten.Ihre Hymnen waren aber stets in griechischer Sprache abgefaßt(Seru. zu Verg. georg. II 394), in welchem Land sie auch ge-sungen wurden. Die Zeit des Denkmals ist bereits oben S. 19aus epigraphischen Merkmalen als die Zeit vor Augustus be-stimmt worden. Die Inschrift ist eine der ältesten in keltischerSprache; nur die Inschrift oben no. 9 und no. XXII Rhysgeben das vierstrichige Sigma. Die Zeit bestimmt sich fernerdadurch, daß seit der Zeit des Augustus nach dem oben S. 13angeführten Bericht des Strabo die barbarische Sitte des Kopf-abschneidens von den Römern beseitigt worden ist, endgültignach Sueton. Claud. 25, 5 erst unter Claudius. Wie lange vorder Zeit des Kaiser Augustus die Entstehung des Bildwerkesanzusetzen ist, ist fürs erste nicht festzustellen. Jedenfalls abergehört es in den Kulturkreis der in derselben Gegend, am linkenUfer der Moselmündung, aufgedeckten Gräber von Neuendorf,deren ältestes der letzten Latdnezeit angehören muß; von römi-schen Inschriften, wie Grabinschriften, findet sich auf diesemTrevererfriedhof des letzten Jahrhunderts v. Chr. keine Spur.Wohl aber zeigt der Fund einer keltischen Münze mäßiger Er-haltung mit dem galoppierenden Pferd die vorrömische Zeit an ;deren Kultur erweist am besten die Bronzeplatte mit der Dar-stellung eines Liebespaares, gute griechische Arbeit hellenisti-scher Zeit nach dem Eindruck, den das Original im Museum vonCoblenz hervorruft (Bonner Jahrb. CVII 1901, S.91, über diekeltische Münze S. 78.) Vornehme Krieger waren hier begraben,wie die eisernen Schildbuckel, die ausgeschnittenen Lanzen-