Druckschrift 
Über eine Marmorstatuette der Grossen Mutter mit der ältesten Inschrift des Rheinlandes in keltischer Sprache : mit 2 Tafeln und 2 Textabbildungen
Entstehung
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des Adjektivs volis mit i Stamm zu dem Adjektiv volemos, d. i.voleimos kann man sich klar machen durch den Vergleich vonQuintus und Sextus mit Quintilius und SextTlius, Publius undLucius mit Publeilius und Luceilius (W. Schulze, Eigennamen,S. 456). Zu epos Pferd gehört Eppius und Eppimus (C. 1. L.XI11 645: Ouetil, Fiblik, Eppimus, Soris), das letztere wahr-scheinlich mit kurzer vorletzter Silbe, wie uocimus, dies aucheine Bezeichnung einer Birnenart bei Plin. n. h. XV 56 und wohlkeltischen Ursprungs. Eine Volia Prima C. 1. L. XI11 4044, einVollio und Vollius 4226, ein Volus 10011, 284. Denkbar wäre esendlich, daß volemus eine Superlativform war, die für die Be-zeichnung erlesener Art besonders geeignet erscheint, wie dienoch nicht aufgeklärten Formen supremus extremus postremus;oder auch eine Analogiebildung nach Art von opimus patrimusmatrimus.

Versuchen wir uns zum Schluß ein Bild von der Persönlich-keit des Künstlers und besonders des Stifters zu entwerfen, indessen Dienst der Künstler vielleicht nur zeitweise beschäftigtgewesen ist. Der Künstler hat gearbeitet in der Nachahmungeines griechischen Vorbildes, in der Plastik wie in der Buch-stabenschrift, was nicht auffallender, als die mannigfachen Nach-ahmungen griechischer Vorbilder von seiten der gleichzeitigenMünzmeister der Gallier im 1. und 2. Jahrhundert v. Chr. (Forrer,Jahrb. d. Ges. f. lothr. Gesch. u. Alt. XVII 1 (1905), S. 241 ff.).Bis zu welcher Vollendung einzelne ihrer Werke gelangenkonnten, zeigen die Münzen des Vercingetorix (von Sallet-Regling d. ant. Münzen, Berlin 1909, S. 57). Aber der Zauberder griechischen Schönheitslinie ist in der Nachahmung desBarbaren verwischt; insbesondere das Gesicht der Göttin wieihres Löwen plattgedrückt und plump; das Material des Marmorswar zudem für die Arbeit in so kleinem Maßstab nicht geeignet.Der vornehme und gebildete Trevererfürst, der die Gruppe mitder Inschrift gestiftet, hatte seinen Palast auf dem linken Mosel-ufer nahe der Mündung in den Rhein. Dort hielt er die Grenz-wacht gegen die Germanen; beim Kampf mit einem Germanenhat er dem Feind den Kopf abgeschlagen und an die Vorderseiteseines Hauses geheftet, das Siegeszeichen aber der weither-gekommenen Gottheit gewidmet, deren Marmorbild mit der Dar-