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die Göttin bezeichnen muß. Da in dem Schlußwort ein griechi-sches Lehnwort nicht zu erkennen ist, ist es einleuchtend, daßKybele mit den Worten mater magna, oder dea magna bezeichnetgewesen sein muß, d. h. mit einer Umschreibung durch zweiWörter. Die Substantiva auf —o sind weit verbreitet auf kel-tischem Sprachgebiet, sie werden als Kurzformen oder Kose-formen aufgefaßt, wie Acco, Lemiso, Vertico; allein die Zahlderer, die auf —po endigen, ist groß, wie Cripo (C. I. L. V 4547aus Brixia), Crippo Castici f. (ebendaher 4705 XIII 7665); Pipo(XII 5686, 645), Sipo (V 2327), Lupo (V 455), Atepo (XII 1127u. ö.), Sacrapo (XIII 4489 u. ö.). Gerade bei solchen Kurzformenist das Bestreben, die Endkonsonanten des Wortstammes zuverdoppeln, beobachtet worden (Fick, d. griech. Personennamen,Gotting. 1894, S. 30). So erklären sich die Formen C. TappoTapponis f. (C. 1. L. V 4183, Buecheler Petronius 1912 S. 266),Cappo (C. I. L. XIII 5027), Drappo (a. a. O. 4516) u. a. m., überEppo H. Pedersen, vgl. Gramm, d. kelt. Sprachen I, p. 477.Diese selben Formen kommen aber auch als Namen von Frauenvor, wie Cinto (C. I. L. XIII 653, 688, 702); der Name Uppo istsicher ein Frauenname gewesen, wie die Inschrift aus Steiermarkbeweist (C. I. L. III 5061), deren richtige Deutung im Namens-verzeichnis zu dem Band gegeben ist: Calupa Sabinaes ser[uus]u[iuus] f[ecit] sibi et Uppon[i] con[iugi] karfissimae] anfnorum]XXV et Albanae Sabinaes ancillae u[iuae]. Es sind hier Sklavenund Sklavinnen die die Namen Calupa und Uppo tragen; dieBedeutung 'Göttin 5 kann diese Koseform darum keinesfalls ge-habt haben, es bleibt also in der Inschrift von Coblenz nur dieBedeutung 'mater 5 für vnco übrig. Der Name erscheint in dervolgären Form Uppu liberta C. I. L. III 10895 auf einer Inschrift,die den keltischen Namen Adnamatus aufweist; wie neben cikaro(Bonn. Jahrb. CVII 1901 S. 85, Petron. 46, 2) cicaru (C. 1. L.XIII 10010, 555), neben criciro criciru bestanden hat (BlanchetI p. 114, 11 p. 376 f.). Kein Name wäre für die Gattin des Calupaals Kosename geeigneter anzunehmen, als der Name 'Mütter-chen 5 : die Namen Upeius (C. I. L. XII 2656 Dessau 4711), Upio(III 3110), Uppius, Uppia (ebenda 11571) gehören zu demselbenWortstamm. Verwandtschaftsnamen als Beinamen sind bei denGalliern überaus beliebt, wie Maternus, Paternus oder Attius,