24
’Aoäyxa bieten konnte. Diese Form ist als Name einer Stadt inOstgermanien bei Ptolem. II 11, 14 in der Germania überliefert.Da mit wenigen Ausnahmen die Namen bei Ptolemaeus a. a. 0.keltisch oder germanisch sind, so ist der Versuch Muchs (Zeit-schrift f. Deutsches Altert. XLI 1897, S. 142) gerade diesenNamen als illyrischen Ursprungs zu erweisen, wenig einleuchtend,vielmehr der keltische Ursprung auch dieses Namens in über-zeugender Weise bestätigt. Der Name Asanca ist gebildet wieAndangus (C. I. L. XIII 7086), Mogiancus (C. I. L. V 1789),Boancus (C. I. L. XIII 4722), Carauanca (C. I. L. II 6298),Serranco (C. I. L. XIII 90), Bellanco (a. a. O. 7819), Vellango(ebenda 8340) u. dgl. m. Es wird der Name einer Göttin sein,der auf einen Fluß und von da oder auch unmittelbar auf eineStadt übertragen ist, wie Diuona, Vesunna, Vienna, Soio, Ne-mausus u. a. m. (zu C. I. L. XIII 3490). Den Zusammenhangmit der keltischen Sprache zeigt die Vergleichung des fundusSanciacus, benannt nach einem Sancus oder Sancius, über denin der Neubearbeitung der Paulyschen Encyclopädie gehandeltist unter dem Wort Sanciacus. In der Inschrift von Coblenz istzum erstenmal in einer keltischen Inschrift der Nasal vor k mity bezeichnet, wie in Eaxiyyogeii und Eaxeyyai vor y (C. I. L. XIIp. 137. 383, Rhys IX. XX), verglichen mit Escingos (C. I. L.XIII 10010, 2097). Von Ansanca ist der Männername mit demSuffix — tno — weitergebildet, weil ein Guttural voraufgeht,der das Suffix — cno — ausschließt. Die Konsonantenverbin-dung — tn — begegnet uns in Otna (C. I. L. X111 10010, 2886 gg)Patna (ebenda 10010, 1509, Latnastus (C. I. L. II 5029); zumeistist die Tenuis aber zur Media erweicht, wie in Adnama, Adna-matus, Ludna, Ludnomagus (C. I. L. XIII 5923); bei vorher-gehendem Guttural findet sich das Suffix in Scotnus (C. I. L. XII5686, 796 u. ö.), Scatnilla(C. I. L. XII 2738), Dagodnad (VollmerInscr. Bauar. Rom. 30), und in der Inschrift des Speyrer Mu-seums (C. I. L. XIII 6154) Caciro TegeMi et Billicedni patribusMagissa filius f. c.
Das folgende Wort vmo kann ein Zeitwort sein, wäre aber ohnejede entsprechende Form in der übrigen Überlieferung. Darumerscheint es geratener es als Hauptwort zu fassen, entweder alsein Beiname des Kasios, also als Nominativ, oder als Dativ, der