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trennung richtig zu bestimmen wird erst durch Eingehen aufden Inhalt der Inschrift ermöglicht werden.
Deutung der Inschrift.
Die Zahl der erhaltenen Inschriften in keltischer Sprache be-trägt etwa 40, sie sind in der oben angeführten Schrift von Rhyszusammengestellt. Die Deutung liegt noch in den Anfängen, danur zu viele der vorkommenden Wörter uns unverständlich sind.Die älteren sind in griechischer Schrift abgefaßt und rein kel-tischer Sprache, die jüngeren in lateinischer Schrift und mitlateinischen Wörtern vermischt. Als das umfangreichste Denk-mal derart, der Kalender von Coligny, im Gebiet der Sequanergefunden wurde, da konnte selbst darüber Zweifel entstehen, obdie Sprache dieser Inschrift als keltisch oder vielmehr als ligu-risch oder als sequanisch zu benennen sei (Thurneysen, Zeitschr.f. celt. Philol. II 1899, S. 541; Rev. celt. XXI 1900, p. 26, 27).Mit der Größe der Inschrift wachsen die Schwierigkeiten derDeutung, so daß gerade die letztgenannte, die umfangreichstealler, bis jetzt die unverständlichste geblieben ist. Da die In-schrift der Kybelestatuette nur aus wenigen Worten besteht, soist die Möglichkeit der Deutung eine größere. Der Maßstab derWahrscheinlichkeit einer Deutung kann nur aus der Denkmäler-kunde entnommen werden, d. h. es muß der gewonnene Inhaltmit dem Inhalt erhaltener griechischer und gallorömischer In-schriften übereinstimmen. Oft sind die vorliegenden Ergebnissesolcher Deutungsversuche derart, daß man sie schon auf Grundder Denkmälerkenntnis als unmöglich zurückweisen kann. Da-gegen gewährt die Gleichartigkeit der Inschriften eine Möglich-keit, der richtigen Deutung näher zu kommen. An stehendenFormeln ist nur eine, die Formel bratude kantena, bedeutsam;sie ist vermutungsweise im folgenden mit lubens merito gleich-gesetzt. Die Inschriften zerfallen in 2 Gruppen: 1. Grabschriften,für unsere Aufgabe ohne Belang; 2. Weihinschriften an die Gott-heit: zu dieser Gruppe gehört unsere Inschrift. Sie muß zummindesten enthalten: 1. den Namen des Weihenden im Nomi-nativ; 2. den Namen des Vaters, da der Weihende ein vornehmerMann gewesen ist; 3. möglicherweise einen Beinamen oder