Druckschrift 
Über eine Marmorstatuette der Grossen Mutter mit der ältesten Inschrift des Rheinlandes in keltischer Sprache : mit 2 Tafeln und 2 Textabbildungen
Entstehung
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uidetur’, eine Zeitbestimmung, die sich im vorliegenden Falldurchaus bewähren wird. Die erste Zeile enthält 6, die 3 folgen-den 5 Buchstaben: die am Ende von Zeile 2 entstandene Lückehat der Verfertiger mit einem kleinen v, ein Zeichen wie es aufgallischen Inschriften als Raumfüllung oder Interpunktion vor-gefunden wird, ausgefüllt (I. Rhys, The Celtic Inscriptions, Lon-don 1906, p. 4; C. I. L. XIII 5532. 10010, 319).

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Zu 1. Der erste Buchstabe ist ein K : versehentlich hat derBildhauer den Winkel nach oben durch eine stehengebliebeneQuerlinie geschlossen. Der Winkel nach unten ist offen. Dervierte Buchstabe ist ein A, dessen Querstrich weggerieben ist.

Zu 3. Der dritte Buchstabe muß, da TN vorhergeht, ein Vokalsein: nur ein 1 kommt in Frage, das deutlich ist, aber erst nachBeseitigung der Teile von E oder T entstanden zu sein scheint.Alle Vokale außer 1 sind ausgeschlossen. Der Fuß der rechtenSenkrechten des N ist durch Abreibung verloren gegangen.

Zu 4. Der letzte Buchstabe kann nur H sein, an dem die Ver-bindungslinie weggerieben ist.

Was den Lautbestand betrifft, so fehlt ein Zeichen für denrauhen Hauch, ebenso ein Zeichen für F, wie wir es für dasKeltische voraussetzen müssen; es fehlt <Z>, überhaupt fehlen dieAspiratae, aber nicht nur diese, sondern auch die Mediae; dennr bezeichnet den Nasal vor K. Dieses Vorwalten der Tenuisstimmt überein mit der Schreibweise der in etruskischem Alpha-bet geschriebenen Inschrift aus Oberitalien bei Rhys p. 59. Esfehlt außerdem die Verdoppelung der Konsonanten, alles Zeichenaltertümlicher Schreibweise. Über die Lautverbindung TN wirdbei der Deutung der Inschrift zu handeln sein. Die Abteilungder einzelnen Wörter unterliegt keiner Schwierigkeit: in Zeile 4ist zwischen Q und Y die Worttrennung anzusetzen, in Zeile 3zwischen / und Y n, weil die Verbindung dieser Vokale mit-einander unerträglich und ungewöhnlich erscheint; in Zeile 2war keine Worttrennung, wohl aber in Zeile 1: diese Wort-