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Die Sitte dieser abgeschnittenen Köpfe bekunden außerdembildliche Darstellungen, die vielfach behandelt sind, so vonJullian (histoire de la Gaule II, p. 351), von F. Koepp (BonnerJahrb. CXXV 1919, S. 52), in einer besonderen Abhandlungvon A. Reinach (Rev. celt. XXXIV 1913, p. 38ff.). Sie lassensich in 3 Gruppen einteilen:
1. Darstellungen abgeschnittener Köpfe auf Siegesdenkmälern,wie dem Bogen von Orange (Espdrandieu recueil I no 260 p. 201;A. Reinach a. a. O. Taf. II 1), auf den barbarischen Denkmälernvon Valbonne (Expdrandieu I no. 38, p. 39), von Aix (ebendano. 105, p. 83, no. 108, p. 86; A. Reinach a. a. O. Taf. I 1), vonValcabrdre (Espdrandieu II no. 869, p. 20). Auf einer Münzemit der Unterschrift Dubnoreix ist der Held dargestellt, wie erdas Haupt des erschlagenen Feindes in der linken Hand, in derrechten ein Feldzeichen und eine Trompete im Triumph einher-trägt (A. Blanchet, traitd des monnaies gaul., Paris 1905 I, p. 161).Andere Münzen zeigen den Kopf eines Häuptlings, der von vierabgeschnittenen Köpfen umgeben ist (ebenda p. 301): der Heldhat auf diese Weise seinen Ruhm vermittelst des Bargeldes wiein dem Einzellied eines Barden in Umlauf gesetzt. VerwandterArt scheinen die Bilder zweier Köpfe auf dem Bronzerelief vonLevroux bei Hoernes Urgeschichte, Wien 1915, S. 569, 2.
2. Darstellungen derselben Köpfe auf Altären, die auf Men-schenopfer hindeuten. Ein Altar aus Arnac-la- Poste zeigt aufdrei Seiten das Bild eines abgeschnittenen Menschenkopfes(Espdrandieu II no. 1591, p. 389), entsprechend den Köpfen derStiere und Widder, mit denen die Altäre der Griechen und Römerverziert sind. Auch die negerähnlichen Köpfe auf dem Denkmalvon Alesia (Espdrandieu III no. 2367, p. 301; A. Reinach a. a. 0.p. 253) gehören in diesen Zusammenhang.
3. Ein Relief aus Montsalier in der Nähe der Alpen, jetzt imMuseum zu Marseille (Espdrandieu I no. 36 p. 39, Koepp a. a.O. Taf. V 4 und darnach hier Fig. 2 mit Erlaubnis der Schriftleitungder Bonn. Jahrb. wiederholt), von barbarischer Ausführung,zeigt linker Hand eine unerklärte Darstellung, wie es scheint,die Wegführung einer gefangenen Frau; rechter Hand ein