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Über eine Marmorstatuette der Grossen Mutter mit der ältesten Inschrift des Rheinlandes in keltischer Sprache : mit 2 Tafeln und 2 Textabbildungen
Entstehung
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schaftlichen Beziehungen gestanden haben. Es ist deshalb wohlmöglich, daß der Trevererfürst sich ein Abbild der Großen Göttinvon Pessinus in griechischem Marmor herstellen ließ, und es istdie weite Verbreitung des keltischen Kultes nicht auffallender,als daß die Göttinnen Lugoves einesteils auf dem Markt vonAventicum, anderenteils im fernen Spanien in Numantia undsonstwo verehrt werden (C. 1. L. XIII 5078 II 2818; Schulten,Numantia I, S. 248), daß die Kelten auf dem Zollfeld in Kärn-then ihre Hauptstadt Virunum, ebenso die Stammesgenossen inNorddeutschland (Ptolem. II 11, 12), die Kelten an der unterenDonau wie ihre Stammesgenossen in Spanien eine Stadt Vimi-nacium benannt haben u. dgl. m. Endlich über die Sprach-gemeinschaft der Treveri und der kleinasiatischen Galater istdas unschätzbare Zeugnis des Kirchenvaters Hieronymus er-halten, der über seinen Aufenthalt in Trier epist. I 5, 3 Hilberg(I p. 15 Vallarsi) berichtet hat. Er erzählt in dem Kommentarzu Paulus Brief an die Galater II 3 (VII p. 430 Vallarsi), daß erselber in Ancyra im Lande der Galater gewesen war, und fälltüber die Sprache der Galater folgendes überraschende Urteil:'Unum est, quod inferimus, et promissum in exordio reddimus:Galatas excepto sermone Graeco, quo omnis oriens loquitur,propriam linguam eandem paene habere, quam Treueros; necreferre, si aliqua exinde corruperint, cum et Afri Phoenicumlinguam nonnulla ex parte mutauerint, et ipsa Latinitas et regio-nibus [cottidie] mutetur et tempore.’ Die griechische Bildungsowohl des Stifters, wie des Künstlers der Coblenzer Gruppezeigt sich darin, daß für die Herstellung ein kleines Stückgriechischen, d. h. überseeischen Marmors verwandt worden ist,den der Barbar wohl anstaunte wie einen Edelstein. Die Wert-schätzung der verschiedenen Marmorarten für die Herstellungvon Bildwerken von Seiten der Kelten zeigt die Inschrift ausdem Gebiet der Lingonen C. I. L. XIII 5708, in der Z. 2 sta-tua... marmorea ex lapide quam optumo transmarino, Z. 7ara... ex lapide Lunensi quam optimo in einem Testament des1. Jahrhunderts n. Chr. gefordert werden.

Darstellungen der Göttermutter, die ihre Hand auf den Kopfdes Löwen neben ihr legt, sind auch sonst nachweisbar (S. Rei-nach, Rdpert. d. 1. statuaire I, p. 182). Eine Gruppe der Kybele