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Nachrichten über die Familie Frohn nebst Mitteilungen über die Familie Kußell und von Heiligenstein
Entstehung
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Aufklärung, neuer befreiender Ideen, welche aufräumten mitmanchem in den Jahrhunderten angesammelten Schutt,

Die erste Hälfte des 18. Jahrhunderts ist die Zeit, inder sich der Mittelstand und das Bürgertum aus dem Tief-stand, den der dreißigjährige Krieg über Deutschland gebrachthatte, allmählich herausarbeitete.

In der zweiten Hälfte des 18, Jahrhunderts vollzieht sichdie Emanzipation des deutschen Bürgertums von dem Einflußund Druck der privilegierten Stände, die demokratischen Ideenwerden durch Rousseau's Schriften verbreitet, der Unabhängig-keitskampf der amerikanischen Kolonien gegen England ver-stärkt dieselben.

Der Kampf der Geister, der in Frankreich unterLudwig XVI entbrannt war, die physiokratischen Ideen, dierespektlos über das historisch Gewordene zur Tagesordnungübergingen, blieben auch in Deutschland nicht wirkungslos.

Über die politischen und wirtschaftlichen Verhältnisse inMannheim sei folgendes bemerkt:

Das Jahr 1720 war für die Entwicklung Mannheimsdurch die Verlegung der kurfürstlichen Residenz von Heidelbergnach Mannheim von größter Bedeutung. Am 14. Novemberzog Kurfürst Karl Philipp in Mannheim ein, um dort dieResidenz, den Zentralpunkt der Regierung und „eine beyderwürdige Hauptstadt zu gründen".

„Alles was Mannheim ward, was ihm Wert und Reizverleiht, sah es erst seit jenem Epochenjahr entstehen." DasHofgericht, die Regierung, die Hofkammer und das Kriegs-kommissariat siedelten mit dem Kurfürsten nach Mannheim über.

Die Festungswerke wurden ausgebaut, am 2. Julius derGrundstein zu dem großen Rcsidenzschlvsse gelegt. Der Kur-fürst wohnte im späteren Gräflich Hillesheimschen Hause (jetztKasino 14 1, 1) am Markte, bis er 173l das Schloß bezog.

1736 erklärte er die Stadt für eine freie Handelsstadtund in unglaublicher Schnelle erhob sich das im OrleansschenErbfolgekrieg der Erde gleichgemachte Mannheim unter seiner