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Regierung zur bedeutendsten Stadt der Rheinpfalz, Das Kauf-haus, als Mittelpunkt des Handels gedacht, wurde 1730 be-gonnen und 1746 unter Karl Theodor vollendet; die Jesuitcn-kirchc, zu der 1733 der Grundstein gelegt wurde, entstand, einemonumentale Schöpfung des Meisters Bibiena, noch heute dasWahrzeichen Mannheims.
Mit dem Hofe kamen eine Menge Menschen in die stilleStadt. Die Federsche Geschichte gibt ein anschauliches Bildund führt die verschiedenen Kategorien von Hofbeamten ein-schließlich des Hofzwergs und Hofnarren auf.
Mit ihnen zogen die Kapuziner, Jesuiten, Karmeliterund Barmherzigen Brüder ein.
Dazu all die vielen Beamten und Schreiber, ein Be-amtcnstaat. Der Adel suchte in Hof- und Staatsdienstenlohnende Beschäftigung. Der Kurfürst unterhielt eine Hof-kapelle und eine französische Komödie.
Die Bevölkerungs-Zahl in den dreißiger Jahren magnach Feder 6000 — 8000 Seelen betragen haben, den Hofund das Militär nicht eingerechnet.
Die Förderung des Handels durch Karl Philipp zogviele Fremde an, so wanderten eine Menge Italiener ein,deren Namen sich noch zahlreich im 19. Jahrhundert, zum Teilbis heute finden.
So mag auch Johann Jakob Frohn von dem aufblühendenMannheim angezogen worden sein, dessen Bautätigkeit nament-lich einem Eisenhändlcr lohnende Beschäftigung gab.
Dem äußeren Glänze, in dem Mannheim erblühte,fehlten die dunklen Schatten nicht, die kurfürstlichen Kassenwaren leer und schwere Steuerlasten lagen ans der Stadt,ungeheure Summen für die damalige Zeit verschlangen dieBauten, so daß der fürstliche Hansschmnck verpfändet werdenmußte; fortwährende Eingriffe in die städtischen Privilegienund Monopole bedrückten die Bevölkerung, viele Jahre zahltedas Land Schlvßbangelder, und die Fallimente und schädlichenBanquerouttierungeu mehrten sich.