ObvordetttHeil.VonIf. Christen in Thüringen gewesen. 219
che Lehre habe im sechsten Leculo, als der Thüringische, obwohl noch Heyd-nische König Hermenfried das Gothische Fräulein?lmalfried sich vermäh-let, den Anfang genommen, (c) Den Beweiß setzet er auf lauter Murh-massungen. Uomsgcius habe das Christenthum nur erneuert, (cl) Die-jenige Thüringische Herren, an welche Pabst Qi-eZoriuz schreibet, wärenkeine neue von Zomfacio zu erst bekehrte, sondern allschon vorhero Chri-sten gewesen, (c) Wie es dann auch vor Uomtumo Christliche Priester inThüringen gegeben hätte, (5) und die heilige Tauffe in Gebrauch gewesen;wo hingegen öoMllzcius allzu sehr dem Päbstlichen Stuhl angehangen, sei-nen Mantel nach dem Römische!: Wind gehänget, sich nach'dessen vecre-ten, wieder GOttes Wort, gerichtet, (Z) und auf die Menschen Satzun-gen gedrungen; und indem er die Thüringische Christliche Priester verfol-. get, so sey er vor keinen Apostel unsers HErrn JEsu Christi, sondern desRömischen Pabstes und also des Occjäentalischen Antichrists zu halten,(ll) wie solches mit mehrern am angezogenen Orte hin und wieder zusehen.
Z. it.
Pfefferkorn führet (a) einige Thüringische angebliche Christliche Prie-ster an, die ihm Haiolieb, Guthelm, Müller, Günther, Heilwald, Ma-thanael, Drutheim, Merthcr, Ai:sebtecht, und Hunefried heißen, vonwelchen er saget, „ sie hatten vor und nach des Königs Cioäovei, und also,,noch vor denen Zeiten des heiligen Lomiucii in Thüringen, in Ermange-,,lung der Kirchen, im Felde bey Brunnen und unter den Bäumen, aufvo- „catiou und Befehl derjenigen, so Prediger zu beruffen und zu senden da-,,' ^ Ee 2 mahls
(c) Was diese Amelfried vor eine gute Christin mag gewesen seyn, da sie ihren Gemahlzu allerhand Lastern und Ungerechtigkeiten verleitet, solches kau im ersieuBuche nach-geschlagen werden.
(Z) hil). u. c. 4°
(e) I. c.
<L) c .5.
Ä (g) c.6.
(k) Vll.
Z. 2.
(a) In seinen auserlesenen Geschichten von der derühmten LandgrafschasstThüringen, x.6i- le^v.