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Buch 2, Theil 1 (1738)
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II. Absatz. v. Klasse. I.Kapitel.

mahls Macht hatten, einfäitiglich, bey schlechtem Unterhalt, (d) gepredi-get. Diese habe kOmfaciuz, Hey seiner Ruck Kehr von Rom verfolget,sie vor Ehebrecher und Ketzer, nur deswegen, weilen sie sich denen Neu-erungen in der Lehre. wie auch der Pabstlichen SouvermmtTt, den Römi-schen Oeeicten und Menschen Satzungen wiedersetzten, ausgeruffen undnichts als die Papiftische Ober Gewalt fortgepflanzt, und HeydnifcheGebräuche und Aberglauben wieder aufs neue eingefuhret, auch nach demBeyspie! der vorigen Heyden, die Herrlichkeit GOttes in Bilder veran-kert, und wie man die Creaturen, nemlich die verstorbene Heilige, derSeeligkeit halber, angeruffen und Meß halten solte, und dergleichen Heid- nischen Tand öffentlich gelehret. Er predigte, dem Lachet auf die Bei-ne zu helffen, wieder den Ehestand, und hatte doch die Weiber Tecklam,Kundruden, Walpurgen, Künhilden, und ihre Töchter Brigitten undOstwythen gantz lieb, so, daß wann er zu Fulda war, niemand, als dasWeib Lioba, zu ihm in seine Cainmer gehen durffte :c.

Ich mag weiter den elenden Schnickschnack und leichtfertigeen dieses Pfefferkorns, die er gegen den heiligen LoMlacium gottloser Wei-se ausstoßet, nicht anfuhren, sondern setze nur den aus seinem mildradimGeschwätz ldnmrten Schluß noch hinzu, wanner, ?- 62. also schreibet:InSumma Bonifatz (H ist kein Apostel der Thüringer, sondern ein^cia-ve des Pabsts gewesen.

§. in.

(b) Ich mögte hier wo Ig fragen: Ob dieser Tonnische Superintendent auch zu Tonnabey einem schlechten Gehalt zufrieden gewest, wegen er es an seinem vermeintlichenalten Thüringischen Priestern also rühmet? Auger diesem mögte ich diesen Mannnoch weiter fragen : Woher er dann diese Nachrichten, von dem Namen dieser an-Schlichen Christlichen Lehrer, von ihrem Thun, Predigten und a. d. m. genommen?Hat er dann zu seinem Behuff etwa einige alte Scribenten angeführet? Nein, keineneintzigen. Woher hat es aber doch gleichwohl dieser Mann? Es ist ihm genug, wanner es nur saget, und diesen heiligen Mann schimpftet, es mag hingegen sein boshaft-ter Vorwurff wahr seyn oder nicht.

<c) Dieser Mann ziehet nicht aliein die Thaten und Lebens-Wandel des heiligen kwm-f-wli durch, sondern er vermehret auch dessen Namen aus Verachtung auf eine Bäu-rische Art: Dann, wann einer heißt, so nennet man denselben aus Gering-schalstgkeit, oder, wie es bey denen Bauern bräuchlich, LNay; also heißen Beyde 3.LoiMcium auf gleiche Art, Bonifaz. Ich habe an einem Ort einen Fürstl. Rath

gekennet,