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Buch 2, Theil 2 (1738)
Seite
1406
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14.06 III. Absatz. Vlll. Nasse. VI 11. Capitel.

Ob nun wohl dieses Adel Briefs OiA-nale wissentlich nicht mehr vor-handen, so hat doch der berühmte Philipp Jacob Spenerdas der Gersten-bergischen Familie conceciirte Wappen aus der Reichs Adels ^n icui com-munieirt bekommen, und seinem Operi ?ierai<Zico mit einverleibet.

Fernerhaben die jetzo glorwürdigst regierende Kayserl. Majestät demverstorbenen Herrn Georg Heinrich von Gerstenberg, dem altern zu Erf-furth sothanen Adelstand allergnädigst renovirtundimJahr 1712. ein neuesDiploms mit vermehrt und verbesserten Wappen demselben verliehen, dadas alte von dem Herrn Reichs ^eZilli gtoi e Johann Friederich tVeningzu Wien nachgesuchet und gefunden, dann in dem neu conke. ixten dessenwürcklich gedacht worden. Es ist dasselbe aufPergament geschrieben, dasvermehrte Wappen mir lebendigen Farben hinzu gemahler, in Carmosinrothen Sammet, woran des Kayserl. Wappens Capsula« einer dicken vonSilber geflochtenen Schnure hanget, eingebunden, und lautet LxemÄs weisefolgender Massen:

Wir Carl der Sechste v.G. G. ?c. wann wir nun gnädiglich angese-hen zc. wargenommen, die Erbarkeit, Redlichkeit, alt Adeliches Herb 'om-men, Tugend Vernunfft und Geschicklichkeit, wormit vor unser Kayserl.Maj. unser und des Reichs lieber getreuer Georg Heinrich von Gersten-berg, bey der Stadt Erffurt, und Nstiiriuz daselbst gerühmt wor-den , auch erwogen, daß seine Voreltern und Anverwandten beynahe vonIvo. Jahren her, bey Königl. Chur-und Fürstl. Höfen, in vornehmen Eh-ren Aemtern gestanden und ?c. und in dessen Ansehen sein Alt-Vaterctt^beeder Rechten vockoi ^weylandHertzog FriedrichenWillhelms zu Sach-sen tt. Rath und Cantzlar, dann beede Gebrüdern Michaelnnd Joachimvon Gerstenberg An.i6vl.vom Kayser Kuclolpbo zc.in den Adel Staudterhoben worden zc. So haben wir ermelden Georg Heinrich von Ger-stenberg diese besondere Kayserl. Gnade gethan, und ibme samt ästen sei-nen tc. seinen alten hergebrachten Standes Adels nicht allein gnadigst comgrmirec und bestätigt, sondern auch aufs neue, so vieles nöthig, erhebt, ge-würdiget :c. zu mehrer Gedächtniß solcher unserer ertheilren conll, m^iondas geführte, alte Adeliche Wappen nicht allein gnadigst cong. miret, son-dern mit einen umgebenen Lorbeer Crantz , so mit rothen Bande verbun-den, gnädigst verbessert:c. thun das gnädigst conlmmiren, erheben :c. mitUrkund dieses Briefs besiegelt ic. der geben ist in unser Stadt Wien den,7. Tag 0Äobii8. nach Christi Gehurt im 17^. Unserer Reiche des Römi-