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Buch 2, Theil 2 (1738)
Seite
737
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Von denen'Grafen von Beichlingen.

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§. !.

Die alte Thüringische Grafschafft Beichlingen, nebst dem Residentz-Schlosse und dieser Grafen Stamm-Hause lieget rechter Hand an der Umstrut, zwischen der Herrschafft Heldruugen und Sachsen Weimar, und sindohnweitdem Ursprung serLosse, sotheils um, theils durch diese Grafschaffrgeflossen,die alten Stamm-undNahmenS-Haujer dieser Grasen,alSBcich-Schloß - Beichlingen, und Alt -Beichlingen noch zu sehen. Dashohe Berg-Schloß Beichlingen lieget in der Bergichten Gegend, so man dieFinne nennet, 5. Meilen von Erffurt, und eine von Cölleda, samt einemDorffe unten am Berge, welches gleichfalls Beichlingen genennet wird.

Nach einiger alten Thüringischen Chronisten Vorgeben, soll diesesBerg - Schloß von denen von Gleichen, so zu ,luiü cTim-is Zeiten sollen inThüringen gekommen, und also vorChristi Geburt erbauet feyn. Dahinzielet auch diejenige ilNc-'ipriou,,welche ^Volssgang von IVerthern, ^.1553.über das Schloß-T hor setzen lassen, welche also lautet:

NeicUIinAiuin ä Noiuauis couairum, a!'ceummi^uiIllmam,Sc uniuz ex Ke-AÜz Laxoui^ cluociccim-is, iöäez I-Ieni'ici IV. Imperarol'iz, c^ui twrmanniVlluiiuAiX üiiuz kuit, Sc vixit circa anuum Clliilli 1230. armi8 Sc

temporum injuria ruiuolamcollapiam^ue,exr>-ucki8 äkunäameutolli8 Täillciig luam^o/?e,'o?-tt^^,/6^u!etem ornatiorem rcclcliclit V/olllAanAUsä^ei'tkiern,'I'lleoäoi'ici .sLti Sc O. llüu8, volcutiyu8 ?llilix>po Sc /mrllouio c^ui eam apaoe avoc^ue pollcNamlli8 oi'namentiz auZens acibene majorum garta tuencla-^ue lluäio iuvitare ^ollcr08 couarug eil, /^n. Vllrilli 155z. äic 19. guü: adl'olmum.

Teutsch.

Das Schloß Beichlingen ist ein altes und von den Römern erbauetesBerg-Schloß, welches die Grafen von Beichlingen, aus welchen die Sachsenbey Friedens-Zeiten ihre ivn-arclla-; oder 12. Reichs-Vater wehleten,von Grund aus zu derZeit ausgesühret haben. ES istweyland einSitz geWesenKayser »cinriciNaiyoni8, Landgraf t^ermanni in Thüringen Sohn,welcher um dasJahr 1230. gelebet. Nach selbigerZeitist das Schloß in sei-ne Ruinen gäntzlich verfallen, aus welchen es von Grund aus zierlich wie-der aufgeführt, Wolffgang von Werthern, ein Sohn Dietrich des RechlS-qelahrten und riockoi -s von Werthern, mit Einwilligung semer HeydenGebrüdere nmiippi und ^mom-cher es also mit dieser neuen Zierde seinenVater und Groß-Vater zu Ehren, welche es nach in denen Ruinen besessen,denen Nachkommen aber zur Liebe und Erhaltung darzustellen und zu > e-

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