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Dort entschloß er sich jedoch für die mediziuische Laufbahn »nd disputierte1681 pro liooutin mit dem Thema „üe mordis Imereelituriis«. Sofortnach der Promotion wurde ihm das Physikat Frendenstadt übertragen, ertrat jedoch, statt dessen, mit Zustimmung seiner vorgesetzten Behörde einelängere Ausbildungsreise durch Deutschland, Holland und Frankreich an.Dort verkehrte er namentlich mit dem Anatomen Duvernoy und demChirurgen Bnssisres, sonne anderen Notabilitäten vom Fache. In ^aumnrentrann er größter Gefahr, in der Loire zu ertrinken, da ihn Jemandunter das Wasser tauchte und dort festhielt. Nur den, Einschreiten vonJohann Eleriens und Friedrich von Watten,vyl, die ihm noch rechtzeitigbeisprangen, war seine Errettung zu danken. — Nach der Heimreise durchBrabant, Holland »nd die Rheingegenden nahm er längeren Aufenthaltin Nürnberg und Altdorf, erwarb am 5. Juli 1684 den medizinische»Doktorgrad, übernahm sein Physikat Frendenstadt und schloß am 8. Juli1684 seine erste Ehe. Kurze Zeit nach der Hochzeit ging er jedoch ansWnnsck des Herzogs Friedrich Carl von Würtemberg mit dem ErbprinzenAlbrecht Ernst von Dettingen als Arzt wieder auf Reise», nachdem ihmfür de» Zeitpunkt seiner Heimkehr eine Professur in Tübingen in Aus-sicht gestellt worden war. Diese Reise führte ihn über Holland nachParis und den nördliche» Provinzen von Frankreich. In Paris erkrankteder Erbprinz, so daß man um sein Leben bangte. Zeller hatte damalsmit den französischen Ärzte», welche der Hof beistellte, schwere Kämpfeüber die Behandlung, setzte aber seine Meinung durch »nd brachte esdahin, daß der Patient wieder gesund wurde und Anfangs März 1686in Stuttgart eintreffen konnte. Dadurch kam er in gutes Ansehe» bei derf. Familie Dettingen und dem Hofe von Braunschweig-Wolfenbültel. ImSeptember 1686 trat er dann seine Professur in Tübingen, zunächst alsExtraordinarius, an, wurde aber bald Ordinarius. Hier wirkte er nundurch 47 Jahre, allerdings mit Unterbrechungen durch mehrere Feldzüge.'Neben seinen, Lehramte ließ er sich besonders auch die Herstellung einesanatomischen Theaters, eines chemischen Laboratoriums, die Reformiernngder Landapotheken, die Verbesserung des Hebammen-Unterrichts, die Unter-suchung und Verbesserung der Heilquellen und überhaupt die Pflege öffent-licher Fachinteresscu angelegen sein. In sehr uneigennütziger Weise nahmer sich auch der Kraukenpflege der Armen an. Rektor der Universitätwar er 1692 und 1761, Dekan seiner Fakultät 36>nal.
Reben dem akademische» Berns war Zeller als h. Rat und Leibmedikns vielfach anderweit in Anspruch genommen. Er machte z. B. a»