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Stammbaum und Chronik der Familie Zeller aus Martinszell in Bayern von 1500 - 1900 : nach gedruckten Quellen, amtlichen und privaten Mitteilungen
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der Seite der Herzoge Friedrich Carl und Eberhard Ludwig von Würtem-berg 15 Campagneu mit, wobei er mitunter dem Tode sehr nahe kam.Auch war er au den Höfen von Dettingen, Blankenburg und Wolfenbüttelöfters dnrch längere Zeit anwesend. Im Jahre 1710 kam er nach Wien,um der Gemahlin Kaiser Karls VI. bei der Geburt des Erzherzogs LeopoldJohann Joseph 13. Apr., ch II. Nov. 1716), älteren Bruders dernachmaligen Kaiserin Marie Theresie, zu assistieren. Bei solch' intensiverund vielseitiger Tätigkeit ist eo wohl ein Wunder zu nennen, und seinerrobusten Gesundheit zu verdanken, daß er ein relativ hohes Alter erreichte.Endlich aber forderte die Natur doch ihre Rechte. In den letzten Lebens-jahren fühlte er sich häufig, namentlich während des Winters, unwohl.Der Tod des Fürsten Albrecht Ernst v. Otlingen und des Herzogs EberhardLudwig von Würtemberg altericrten ihn in ungewöhnlichem Maße, so daßer wegen Fieber- und Kolikansällen zu Bett gebracht »Verden mußte. EinesMorgens nun, beim Verlassen des Bettes, ergriff ihn ohne Vorbotenplötzlich eine solche Schwäche, daß er ans den »eben dem Bett stehendenArmsessel niedersank und sofort ohne Schmerzensäußernng den Geist aufgab.Es war'dies am 7. April 1734, im Alter von 78 Jahren. Sein Tempe-rament war schnell und feurig, sein Charakter durch harte Erziehungund die äußeren Lebensverhältnisse gestählt und seine von Haus aus zarteGesundheit späterhin abgehärtet und zur Ertragung von Strapatzen allerArt gestärkt. Dabei war er gutherzig, standhast, freimütig und wohl-überlegt in allen seine» Handlungen. Er schonte sich im Berufe wederbei Tag noch bei Nacht und nahm sich seiner Patienten auch über diesachlichen Ratschläge hinaus warn» an; er war sparsam ohne Geiz, frei-gebig ohne Verschwendung, mildtätig gegen Bedürftige, erfüllt von treuen»Familiensinn auch gegen seine weitere Familie und gegen die Familie»seiner beiden Gattinnen, sowie seine eigenen und Stiefkinder.

Seine erste Frau war Anna Christine Weyler Gernsbach 15. Aug.1002, ch Tübingen 31. Juli 1687), Tochter des Bürgermeisters undHauptschiffers Jaeob Weyler i» Gernsbach und der Anna Christine Käst.Mit ibr verlobte er sich schon, als er »och in Altdorf seinen Studienoblag. Die Hochzeit fand in Gernsbach statt und schon einige Tagedarauf trat der junge Gatte seine Reise mit dem Erbprinzen von Otlingenan. Seine Frau blieb für diese Zeit im Hause der Schwiegereltern inAlpirsbach und zog erst 1680 im September mit ihrem Gatten nachTübingen, Ivo sie im folgenden Jahre starb, nachdem sie am 16. Juli 1087einer Tochter H18) das Leben gegeben, die der Mutter bald nachfolgte.