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ordiniert. Schon 1634 war er jedoch genötigt, der Kriegsereignisse halberaus Liebenstein nach Heilbronn zn flüchten, kehrte zwar noch in demselbenJahre wieder ans seine Pfarre zurück, fand dieselbe jedoch ausgeplündertund trat daher von Heilbronn ans, wohin er sich wieder zurückgezogenhatte, da vorerst keine Aussicht ans Möglichkeit der Wiederherstellunggeordneter Seelsvrgc in Licbcnstcin sich ergab, am 4. Aug. 1635 diePfarre in Schlaitdorf an. Schon im Jahre darauf H1636) wurde er vonhier ans Diakonatsverweser, 1638 Diakon und 1639 im Juni an Stellevon Johann Valentin Andreae Stadtpfarrer und Dekan in Calw.
sJ. V. Andreae HV, 1.), Sohn von Jobann Andreae h* Göppingen2. März 1554, ch Stuttgart 9. August 1661, 1576-—-78 Pfarrer inHagelloch, 1578—82 in Wössingen, 1582—91 Dekan u. Stadtpfarrerin Herrenberg, 1591—1661 Abt in Königsbronn) und Marie Moser
23. Dez. 1556, ch 19. Jan. 1632, Tochter des Vogts Valentin Moserin Herrenberg, * 6. Okt. 1526, ch 2. Mai 1576, und der MargaretheHiller, ^ 13. Juli 1518, ch 13. Juli 1559), * Herrenberg 17. Aug. 1586»ch Stuttgart 27. Juni 1654, war 1614—26 Diakon in Vaihingen,1626—39 Dekan u. Stadtpfarrer in Calw, 1639—56 Konsistorial-undKirchenrat in Stuttgart, 1656—54 General-Superintendent u. Abt vonBebenhausen, dann Ndelberg. Er gehörte zu den Gründern des Färber -stiftes in Calw; daß er die Nosenkreutzer gegründet und den Calixtinernangehangen habe, ist unwahr. Seine Gattin war seit 2. Aug. 1614Agnes Elisabeth, Tochter des Pfarrers Josna Grüningcr in Poppen-weiler. Seine Schriften sind in Fischlin Mein. II. 135—137 angegeben.)
1645 wurde Zeller Hilfsarbeiter im Konsistorium, Stifts- und provi-sorischer Hofprediger, 1649 aber Konsistorialrat und ordentlicher Hof-prediger in Stuttgart. Als solcher begleitete er seinen Herzog 1652 zumReichstage nach Regensburg; 1656 wurde er in Tübingen, in Anwesenheitder herzoglichen Familie, zum vr. tbeol, promoviert. Veranlassung zurPromotion waren die Bestrebungen des Churfürstcn Carl Ludwig vonder Pfalz, eine protestantische Union in seinein Lande zu schaffen. Zellerbegutachtete dieses Projekt auf Wunsch des Herzogs in 46 Thesen,besprach diese in der Promotion und wohnte 1657 mit dem Herzogeinem Religionsgespräch in Heidelberg bei, bei welchem aber die pfälzischenTheologen das Zustandekommen der Union hintertrieben.
1658 erhielt er die Würde eines Propstes von Denkendorf undden damit verbundenen Beisih im Landschafts-Ausschuße. Es war derWunsch des Herzogs, Zeller zum Kauzler der Universität Tübingen zu
Stammbaum der Familie Zeller. g