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Geschichte des 2. Westfälischen-Husaren-Regiments Nr. 11 und seiner Stammtruppen von 1807 - 1893
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mit schweren Kopfhicben bedeckt nach dem Lazareth zn Scanderborg ge-bracht wordein Ein Unteroffizier, 16 Husaren und 16 Pferde wurdenvermißt, die Leute sind entweder verwundet oder gehören zur Zahl der-jenigen, die in dem höchst schwierigen Terrain gestürzt waren, wissentlichist kein Husar im Sattel gefangen worden. Vom Feinde find nur dievorgcdachten 8 Mann und Pferde in unserm Besitz geblieben.

Fouering bei Scanderborg, 7. Juni 1849.

gez. v. LebbinOberst und Regiments-Kommandeur.«

Das 11. Husaren-Regiment hatte an dem Tage von Aarhnushervorragende Beispiele preußischer Tapferkeit an den Tag gelegt, undverlieh Se. Majestät der König in Anerkennung derselben mehreren Mit-gliedern die verdienten Belohnungen. So erhielt der Major von Pfuhlden Orden »Uonr 1s insrids«, sowie sämmtliche Offiziere, welche sicham Kampfe beteiligt hatten, Orden mit Schwertern, ausgenommen derPrinz zu Salm-Salm, weil derselbe sich in dem dritten Gefechte ohneBefehl auf den Feind gestürzt hatte; jedoch verlieh Se. Majestät derKönig demselben später allergnädigst für seine Tapferkeit einen Ehrensäbel.'

Dem vorangegangenen Berichte des Obersten von Lebbin folgte eingnädiges Schreiben des Obergenerals der Reichsarmee in Jütland, vonPrittwitz, an den Major von Pfuhl, wo es u. A. heißt:

»Nach meiner besten und innigsten Ueberzeugung haben Ew. Hoch-»wohlgeboren sich auch am 61. Mai als tapferer und umsichtiger Kavallerie-Führer bewährt; Sie haben mit Ihren wenig zahlreichen Mitteln mehr»geleistet, als mancher Andere unter ähnlichen Umständen gethan haben»würde. Sie und Ihre braven Husaren haben nicht allein einen schweren»Strauß rühmlichst ausgefochten, sondern auch der ganzen preußischen»Kavallerie ein Beispiel gegeben, dem die Anerkennung und hoffentlich»auch die Nachahmung nicht fehlen wird. Diese meine Ansicht bin ich»überall da gelten zu machen bereit, wo es darauf ankommen sollte,»und erwarte mit Ungeduld die Gelegenheit, um Ihnen und den betreffenden

I) Ließ sich der ritterliche Prinz in diesem Gefecht von seiner persönlichenTapferkeit zn allzngroßem Ungestüm hinreißen, so hat er diesen Fehler in seinemspätern Leben wohl hnndertfältig wieder gut gemacht. Wir sehen ihn wenige Jahrespäter in Amerika mit wahrem Löwenmute für die Sache des unglücklichen KaisersMaximilian kämpfen, seine Thaten dort drüben sind weltbekannt und allerorts znlesen. Nachdem das Spiel des Kaisers in Mexiko verloren, der Prinz mit knapperNot dem Schicksal desselben entronnen war, finden wir ihn im Jahre 1870 in denReihen des Kaiserin-Augnsta-Garde-Grenadier-Regiments. Bei St. Privat allenseinen Leuten im dichtesten Kugelregen voranstürmcnd, starb er hier von drei Kugelndurchbohrt den Heldentod. Friede seiner Asche!