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Geschichte der reformierten Gemeinde zu Sonnborn an der Wupper
Entstehung
Seite
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wäre doch verkehrt anzunehmen, daß erst mit diesemSchritt des Pastors das Evangelium in der Gemeinde sichBahn gebrochen hätte. Wenn es feststeht, daß z, B, indein benachbarten Elberfeld schon nm's Jahr 1530 einHäuflein Evangelischer sich fand, wenn wir ferner bedenken,wie unermüdlich ein Clarenbach für die Ausbreitung dcSReiches Gottes in dieser Gegend thätig war, so kann eskaum einem Zweifel unterliegen, daß es auch in Sonnbornschon eine, wenn auch geringe Anzahl evangelisch Gesinntergab, ehe Pastor Weimer das reine Evangelium Verkündigte,Mit seinem Übertritt mußte allerdings die reformatorischeBewegung durchschlagende straft gewinnen. Freilich bis zurvölligen Ausgestaltung des Gottesdienstes im evangelischenSinne verging noch eine geraume Zeit, es lag das aberwohl weniger an der mangelhaften Erkenntnis des Pastorsund seiner Gemeindegliedcr, als vielmehr an der Ungunstder politischen Verhältnisse, Die Gcsamtlage des Protestan-tismus in Deutschland war infolge der feindseligen Stellungdes Kaisers und wiederholter Niederlagen der evangelischenFürsten eine derartige geworden, daß die Evangelischen, umnicht ganz unterdrückt zu werden, sich zu mancherlei Zuge-ständnissen an die katholische Lehre bequemen mußten. Sowar jenes vorhin genannte Interim zu Stande gekommen,das namentlich in dem äußeren Kultus manches Katholischewiedereinführte und dadurch die völlige Durchbildung desevangelischen Standpunktes, wenigstens vorläufig, hemmte.So ist es denn auch zu verstehen, wenn in den aus denJahre 155055 auf uns gekommen stirchenrechnnngen derSonnborner Gemeinde noch clz- rvz-gnast, rv^rooll, lerim(Kreuze) als Ausgabepvsten sich finden, die aber wegfielen,sobald durch den Religionsfrieden zu Augsburg, der denEvangelischen die Sicherheit ihres Bekenntnisses wiedergab,die Lage der Protestanten eine günstigere wurde. Welches dieStellung der herzoglichen Regierung zu der durch Weimer