Hern zo Nniß ivcrdcn beschvwrtt mit den Vnkvsten, dan derDechant mit synen gesellen zercn ein tng drey vdcr 4 nsssie zosamen tmd Ivnnne sie zo Capittell komen zn Nniß,so Ivürden solche vnkostcn innen vffgercchnet glichsfalß declngen sich der Pastor zn Schvler nnd Grnytten vnrch,
Kirchmeister sagen der Pastow Hab ein ald Mede bhsich, sie Nüssen van irem zosamne leben nit svndcrlichs zvsagen, dan die Mede. were nach absterben des vnrigenpastoirs by bissen verbleuen, ist ghein vvll snfser, die lchcr(Lehre) ist nit zo grvß dan sie syn mit icme zvsridden.
Beelagen sich anch das innen der halb gülden zv Nnißvom Capittell daselbst nn in das 11, jnir vnrcnthaldcn werde,"Es sind mir ein paar Züge, die ans dieses Prvtvkvllmitteilt und dach hinreichend, um uns in etwa ein Bildvvn Pastvr Weimer nnd seiner Wirksamkeit zn geben,Weimer erscheint uns hiernach als ein nicht gerade bedeu-tender (seine „Lehre ist nit zn grvß"), dvch achtbarer Mann,dessen Leben frei Vvn grvben Sünden nnd Lastern war,was keineswegs Vvn allen damaligen Geistlichen gesagt Vier-den kann. Über seine Stellung zum Evangelium sind unsin jenem Schriftstücke, wenn anch keine bestimmten Auf-schlüsse, sv doch gewisse Anhaltspunkte gegeben, auf Grundderen wir wohl annehmen dürfen, daß Weimer schon indamaliger Zeit ein Anhänger der reinen Lehre war. Wennnämlich in jenem Protokoll gesagt wird, daß er „sich nachdem Interim hatte", d, h, nach jenem vom Kaiser bestätigtenÜbereinkommen zwischen Katholiken nnd Protestanten, Ivonach den letzteren bis zn einem die Konfessionsfrage end-gültig lösenden Konzil eine gewisse Dnldnng gewährt wurde,sv kann das nur dann einen Sinn haben, wenn der Pastvrein evangelisch gesinnter Mann war. Ans dem Umstand,daß das Kapitel zn Nenß die jährlich zn zahlende Geldsumme dem Kirchspiel zn Sonnborn vorenthielt, einen Schlußans die konfessionelle Haltung des Pastvr Weimer zn ziehen