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Geschichte der Freien Reichsherrschaft Schauen, eines der allerkleinsten Gebiete im alten deutschen Reich ; nebst fast ausschließlich archivalischen Quellen
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Das Interregnum zu Schauen, November 1764—1770, 201

Freicorps ein Treffen geliefert. Doch wurden die Preußen ge-schlagen !') 1762 waren preußische und brannschweigische Truppen hierciuquartirt. Wie schwer diese Kriegszcit auch für Schauen war, gehtunter andcrm daraus hervor, daß der damalige Pastor Harbordin seiner von ihm selbst verfaßten Biographie sagt, daß er aufBefehl und Anrathcn des Rcichsfreiherrn Georg, „zumal da fürchter-licher Krieg in der Nähe wüthcte", unterschiedliche anderweitigeVocationcn habe ausschlagen müssen.

Der Rcichsfrciherr Georg Grote starb am 16. November 1764.

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Das Interregnum zu Schauen.November 1764—1770.

Da der Reichsfreiherr Georg Grote ohne männliche Nach-kommen gestorben war, so mußte der Besitz von Schauen ans eineNebenlinie übergehen. Welche Linie das aber sei, darüber konntesich die Fainilie nicht einigen. Es handelte sich einerseits um denKöniglich Großbrittannisch Churfürstlich Braunschweigschen Kammer-junkcr Gottlob Otto Grote, der von dem ältesten Onkel des erstenReichsfreiherrn Otto Grote, Johann, abstammte, und andrerseitsum den Königl. Großbritt. Churfürstl. Braunschw. GeneralleutnantOtto Grote, welcher von dem jüngern Bruder des ersten Reichs-freihcrrn, August, abstammte. Letzterer beanspruchte die Reichs-frcihcrrschaft als Geschlechtsältester nach Majoratsrecht, elfterer thatdasselbe als der älteste Erbberechtigte nach Primogeniturrecht.

Kaum war der Reichsfreiherr Georg Grote gestorben, alsder Generalleutnant Otto Grote bereits am 19. November1764 Besitz von Schauen ergriff. Dasselbe geschah aber aucham 9. Dcccmber 1764 seitens des Kammerjunkers Otto Grote.Nach der in einer Familienstreitschrifl^) vollständig abgedruckten

9 Leibrock, Chronik von Blankenburg II. 258 und 264,

9 LpooiizZ facti sammt Behlagen in Sachen Herrn Gottlob OttoEroten gegen Herrn Otto Eroten. Hannover 1765, S. 98 fl. (in der rcichs-freiherrlichen Bibliothek zu Schauen).