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Geschichte der Freien Reichsherrschaft Schauen, eines der allerkleinsten Gebiete im alten deutschen Reich ; nebst fast ausschließlich archivalischen Quellen
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54 Die Entscheidung des Reichskcunmergerichts vom 20. Dec. 1581 ?c.

gerechnet, 1 Schock ll^os/zg^ Garben. Jedes Schock

— 9 Himbten i^/svs» Viertel.

Jährlich habe man Hafer zukaufen müssen.

Krugzins jährlich 2 Thaler 8 Groschen.

Holzertrag jährlich 105 Thaler 14 Groschen 9^ Pfg.

Gänse, Eier, Tauben :c. gehn auf die Haushaltung drauf.

Von den Teichen, von denen nur 2 zu gebrauchen sind,da der dritte gar zu geschlemmt, jährlich 21 Thaler9 Groschen 2 Pfg. 1T/i« Heller."

Als Gesammtertrag ergiebt sich schließlich die Summe:1246 Thaler 24 Groschen 0 Pfg. 0^/s Heller. Dem gegen-über werden die Gesammtausgaben angegeben auf 1288Thaler 10 Groschen 7 Pfg., "/so Heller, so daß schließlichein jährlicher Verlust von 42 Thalern 22 Groschen 7 Pfg.0"/so Hellern verzeichnet wird.

So über die Maßen genau diese Rechnung gemacht ist, sodaß man den Eindruck hat als wäre jede einzelne Aehre, diegeerntct wurde, mit berechnet, so ist sie doch schwerlich ebensowenig richtig gewesen im Vergleich zur Wirklichkeit wie die Stol-bcrger Rechnung. Denn sofort fragt man sich doch: War wirklichein jährlicher Verlust bei der Bewirthschaft des Schaucu'schenHofes zu verzeichnen, dann begreift man nicht, warum die klugeund spcculative Stadt Ostcrwicck so zäh an der Schaucn'schenPachtung festhielt und nicht sofort mit Freuden dieselbe in dieHände der Grafen von Stolberg legte, als der Nichtcrspruch am20. Decembcr 1581 ergangen war.

Wir werden deshalb gewiß einigermaßen dasRichtige treffen, wenn wir für die Berechnung deswirklichen Ertrags des Schauen'schen Hofs das Mittelvon der Stolbcrgschen nnd Osterwiecker Berechnungnehmen, was etwa einen jährlichen Ertrag von 1700Thalern ergiebt. Dies Resultat würde sich auch wenigstenseinigermaßen einer andern Abschätzung nähern, die 1582 MarcusGcrstenbcrg den Grafen zu Stolbcrg einreichte; sie berechnet diejährliche Nutzung auf über 1000 Gulden und den Werth desHofes selber auf 20000 Gulden, während eine Angabe des

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