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Geschichte der Freien Reichsherrschaft Schauen, eines der allerkleinsten Gebiete im alten deutschen Reich ; nebst fast ausschließlich archivalischen Quellen
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46 Die Uebergabe Schauens an die Stadt Osterwieck w.

die Grafen von Stolberg wie auch Kuno v. Bardelcben den Zehntzu Schauen inne gehabt haben, zu gebrauchen.

Dagegen hat der Rath versprochen, alle Jahre 356 Gulden,den Gulden zu 21 Fürstengroschen Meissner Währung gerechnet,zu bezahlen.

Weil aber der Hof und Dorf Schauen ein Mehreres ein-tragen kann und sich begeben, daß unter dem Grafen Stolbcrgder Hof und Dorf in merkliche Beschwerung gerathcn

. ., also daß daraus in die Länge nichts Gewisseres

denn des Klosters Verderben, Schaden und Nachtheil, auch gänz-liches Hinwcgbringen des Hofes erfolgen wollte, demselbigen zuvor-zukommen, haben wir uns mit gemeldeten Gläubigern (nämlich mitden Weberling'schen Erben sowie v. Beust und Mentzing) einge-lassen und mit Gottes Hülfe so viel erhalten, daß sie ihre mit-habenden Brief und Siegel samt darin begriffenen Hauptsumme,Zinsen . . . uns übergeben und cedirt.

Weil es aber uns unmöglich gewesen, solche hohe Summeauf eine Eil' zuwegezubringen, hat der Rath zu Osterwieck unsden günstigen Willen erzeigt und dieselbe Summe als auf ihreeigne Schuld genommen, die Gläubiger bezahlt und versichert.

Deshalb haben wir ihnen unfern Hof Schauen und Dorffür solche Hauptsumme, auch die 500 Thaler, die sie vor denGrafen selbst ausgelegt (also hatte der Graf auch bei der StadtOsterwieck geborgt), die Nutzung zu einem rechten beständigenWiederkauf die 9 Jahre und so lange bis ihnen solcheHauptsumme, die sie den Gläubigern gegeben, wiederumbezahlt ist, gegeben".

Die Pachtung selbst sollte 1570 beginnen und bis 1573dauern. Sie wurde jedoch schon 1574 auf Grund einer Ver-handlung von Mittwoch nach Judica auf 12 Jahre ausgedehnt.

Die ganzen eben dargelegten Verhandlungen mit den Gläu-bigern der Stolbergcr Grafen sowohl, als das Abkommen mitOsterwieck, hatten die Zustimmung des Domcapitels gefunden. Umso heftiger protestirten aber nun dagegen die StolbergcrGrafen, über deren Kopf hin die sämmtlichen Verein-