Druckschrift 
Herwarthisches
Entstehung
Seite
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Im Frühjahr 1717 ver-sammelten sich die Truppenaus der Rnhmesstätte des Vor-jahres hei Peterivardein, PrinzEngen eröffnete den Feldzugmit Ueberschreituug der Donau,wovon das Volkslied nngt:

Er ließ schlagen einen Brucken,Daß man knnnt' hinüberrnckenMit der Armee — — —

und begann am 18. Zuni dieBelagerung von Belgrad. DerFeind versuchte die Festung mitlümnui Mann zu entsetzen,aber Prinz Eugen griff ihn mit40000 Mann in der Nachtzum August überraschendan und erfocht, durch Dunkel-heit und dichten Nebel be-günstigt, bis 1l> Ubr vormittags den schönsten Sieg. Mitdem türkischen Vager und Geschütz fielen kostbare Erzeugnisse desMorgenlandes den Truppen in die Hände, unserem Johann Friedrichhoffentlich dies Mal auch ein Beutepferd. Tags nach der Schlachtbei Belgrad kapitnlirte die Festung, verschiedene glückliche kleinereUnternehmungen beschlossen den Feldzng. Die Winterquartiereführten den Fähnrich v. Herivarth ins Gömörer Komitat.

Tie im Frühjahr 1718 im Lager bei Semlin wieder ver-einigten Streitkräfte sahen dem Ausbruch der Feindseligkeiten ver-geblich entgegen. Die Türken hatten nach den schweren Nieder-lagen der letzten Jahre die Lust zur Fortsetzung des Krieges ver-loren, auch Oesterreich war zum Frieden geneigt, weil ihm ananderer Stelle ein neuer Feind in den Spaniern erstanden mar,die, lüstern nach kaiserlichen Gebieten in Italien die Insel Sar-dienien weggenommen, Truppen auf der Insel Sizilien gelandethatten und Neapel bedrohten. Die schwachen Besatzungen derdortigen festen Plätze mußten erliegen, wenn nicht Verstärkungenkamen. Sechs Kavallerie- und lechs Infanterie-Regimenter solltensobald als möglich nach Italien marschiren, darunter das Regiment