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Herwarthisches
Entstehung
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nebst seinen Nachkommen in die freie und unmittelbareschwäbische Reichsritterschast, Kanton's Kocher, aufgenommen. InSchwaben erloschen, blüht seine Descendenz jetzt in Preußen, seit-dem Johann Friedrich H. v. B. 1741 in preußischen Kriegsdiensttrat. Johann Friedrich blieb als Oberst und Kommandeur desFüsilier-Regiments „Graf Wied" in der Schlacht bei Kollin, eineBatterie von 16 Kanonen erobernd (seine Lebensbeschreibung inPauli, Leben großer Helden, 4. Theil, Halle 1759); er ist derStammvater aller in Preußen lebenden Herwarth von Bittenfeld,die getreu der 300jährigen Ueberlieserung ihres Hauses ohne Aus-nahme Ruhm und Ehre in Führung der Waffen gesucht haben.Sein Enkel Eberhard erwarb sich durch seine denkwürdige Eroberungder Insel Alfen 1864 und die ruhmvolle Führung der Elbarmeeim Feldzuge van 1866 den Feldmarschallsstab. — Durch FriedrichH. v. B., deu ältesten Sohn Johann Friedrichs, wurde 1771 ein Zweigder Hcrwarth von Bittcnfeld nach Rußland verpflanzt, welcher da-selbst Anerkennung des Frcihcrrnstandcs fand und noch in Blüthesteht.

Bon Heinrich dem dritten Sohn des 1440 P Jakob Her-warth, stammen die folgenden Linien ab i

l. Die ältere angsbnrgische Linie, welche 1715 mitJohann Ferdinand ausstarb. Ihr gehörte Georg an (über ihn s.Herberger, Sebastian Schertlins von Burtenbach Briefe an Augs-burg), der während des schmalkaldischen Krieges als Bürgermeisteran der Spitze Augsburgs stand und Johann David (seineBiographie in P. von Stetten Lebensbeschreibungen zur Erhaltungund Erivecknng bürgerlicher Tugend, Augsburg 1778), dessen Be-mühungen beim westfälischen Friedenskongreß Augsburg haupt-sächlich die Einführung der Parität zwischen Protestanten und Ka-tholiken verdankt.

2. Die frcihcrrlichc französische Linie, deren hervor-ragendste Glieder die Brüder Bartholomäus und Johann HeinrichHerwarth waren. (Ihre Biographien in der Zeitschrift des histo-rischen Vereins für Schwaben und Neuburg, 1. Jahrg., Augsburg1874 und in der Rsvns lrisboric^ns Mai-Oktober 1879 vonDepping.) Eifrige Protestanten, und mit Bernhard von Weimarbefreundet, bewirkten sie nach des Herzogs Tode den Ucbertrittseiner Truppen in französischen Sold. Im Aufstand der Fronde