auf einem Sessel in die Versammlung der Kurfürsten tragen, befindetsich auch Michels Name. Nach dein Tode Albrechts macht unserVerfasser im Gefolge Markgraf Sigismunds, dritten Sohns vonAlbrccht Achilles, dem der Oberbefehl über die zur Befreiung Maxi-milians aus der Gefangenschaft der Brügger entsandten Reichstruppenübertragen war, den Feldzug nach Flandern mit. 1-199 finden wirihn, diesmal im Dienste Christofs Schenk von Limburg, in Oesterreichund Ungarn in dem Söldnerheere Maximilians, der sich nach demTode des Königs Matthias Corvinus seine österreichischen Erbländerzurückerobert und Ungarn zur Anerkennung seiner Thronansprüchezu zwingen versucht. 1499 macht er, wieder mit einem anderenHerrn, dem Grafen Johann von Oellingen mit dem Beinamen Cond«(von seiner Gemahlin, einer Erbgräfin von Cond«), den FeldzugMaximilians nach Hochburgund mit. Nach wiederhergestelltem Friedenwar Michel fünf Jahre hindurch Beisitzer des kaiserlichen Land-gerichts des Burggrafthums Nürnberg, das damals bereits seinenSitz in Ansbach hatte. 1592 verheiratheke er sich mit Margarethavon Kölln und nahm seinen Wohnsitz zu Wallmersbach, 1599 trater als Beisitzer des Landgerichts zu Würzburg in den Dienst desdortigen Bischofs und verblieb über 1«! Jahre in dieser Stellung.2 Söhne und 9 Töchter gebar ihm seine Frau, von denen 1 Sohnund 9 Töchter im zarten Kindesalter starben. Fünfmal wurde er zumRitter geschlagen, das erste Mal in Flandern vom Markgraf Sigis-mund, dann dreimal im österreichisch-ungarischen Feldzuge zu Wien,Klosterneuburg und Stuhlweißenburg, das letzte Mal in Würzburgvon dem dortigen Fürstbischof. 1512 erfolgte seine Aufnahme inden Schwanenorden. 1518 starb er. Die Inschrift seines Todten-schildes in der S. Gumbertuskirche zu Ansbach, der einen (fränkischen)der beiden Ordenskirchen des Schwanenvrdens, lautet:
Xnno clomini NVEXVIII jar ist verschiden der gestrengher Michel von Ehcnheim ritter dem got gn.
Wie Michel selbst erzählt, hat er sein Büchlein — ,Register'nennt er es in der an seinen Vetter Georg von Ehenheim gerichtetenVorrede — im Jahre 1515 niederzuschreiben begonnen.') Zu Ehrenseines Geschlechts will er die Aufzeichnung gemacht haben, und so
') An einer anderen Stelle, gelegentlich der Beschreibung des ungarischenFeldzugs, sagt er jedoch, er habe mit der Niederschrift während desselben begonnen.