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Familien-Chronik des Ritters Michel von Ehenheim
Entstehung
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Die im Nachstehenden veröffentlichte Chronik ist der Geschichteeiner Familie gewidmet, die, seht ausgestorben, namentlich wahrenddes 15. und 16. Jahrhunderts im Dienste des Kurfürsten und Mark-grafen Albrecht Achilles und seiner jüngeren Söhne Friedrich undSigismund eine hervorragende Rolle gespielt hat. Ihr Stammsitz,welcher der Familie auch den Namen gegeben hat, ist der im heutigenbairischen Kreise Unterfrankcn, Bezirksamts Kitzingen, gelegene OrtEnheim. Von hier aus hat sich dieselbe jedoch schon frühzeitig nachden verschiedensten Gegenden Frankens verzweigt. 24 Linien machtder Verfasser unserer Chronik namhaft, doch läßt er hiebet unent-schieden, ob alle diese zu seiner Zeit noch blühten. Jedenfalls wardas Geschlecht eines der verbreitetsten in Franken.

Zur Lebensgeschichte und Charakteristik des Verfassers sei hier zumeist nach seinen eigenen Mitteilungen Nachstehendes be-merkt. Michel von Chenheim war geboren im Jahre 1468 alsder Sohn Leonhards von Chenheim aus der Grnmater Linie zuWallmersbach. Seine Mutter war Elisabeth von Attenhofen. Vorherwar der Vater mit Agnes von Leonrod verheirathet gewesen- ausbeiden Ehen cntsproßtcn im Ganzen 11 Kinder, 6 Söhne und 5Töchter. Bereits in seinem 13. oder 14. Jahre wurde unser Michelvon seinem Verwandten Georg von Ehenheim zu Geyern mit ChristofSchenk von Geyern nach der Mark Brandenburg gesendet, um hierdie Schule des Krieges kennen zu lernen. Nach seiner Rückkehr indie Heimath sehen wir ihn das Erlernte vorerst in mannigfachenTurnierkämpfen praktisch erproben. Zunächst wohnte er 1479 demWürzburger Turnier bei, allerdings, weil er noch zu jung war, nurals Zuschauer. Aber schon zwei Jahre später treffen wir ihn beimMainzer Turnier unter den Kämpfern. Fortan blieb er einer dereifrigsten Besucher dieser Waffcnspiele; namentlich erscheint er auchauf dem glänzenden Turnier zu Ansbach im Jahre 1485, dem letztenvon Albrecht Achilles veranstalteten. Im folgenden Jahre begleiteter diesen seinen Dienstherrn zur Königswnhl -Maximilians nachFrankfurt a. M.; unter den Edlen, die den bereits kranken Helden

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