Druckschrift 
2 (1890)
Entstehung
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353
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Sonntag, den 14. bnjm, statt. Alle seine Kinder waren zugegen, außer-dem von der Familie unser guter alter treuer Onkel, der KommerzienrathJabs aus Tilsit, welcher trotz seiner 77 Jahre die weite Reise nicht ge-scheut hatte, um seinem treuen Freunde und Schwager das letzte Geleitezu geben. Es ist ein harter Schlag, der unseren sonst so glücklichen

Familienkreis trifft.

Wenn etwas im Stande ist, unsern Schmerz zu mildern, so sind esdie vielen Beweise aufrichtiger Theilnahme, welche uns von allen Seiten,von nah und fern, geworden. Ich wünschte, Sie hätten den lieben Papanoch auf dem Paradebette gesehen, so unverändert, so schön und edel saher aus und wie sein Aeußeres, so war auch seine Seele, und ich kannnur wiederholen, was ich heute einem Freunde schrieb:Der Besten einerist dahingegangen. Er darf nicht fürchten vor Gottes ewigen Richter-stuhl zu treten." Mich trifft der Schlag insofern am härtesten, als icham Tage vor seinem Ableben, nachdem ich mehrere Wochen hier zum Be-suche gewesen nach London abgereist war und die Depesche mit derTrauerbotschaft bei der Ankunft auf meinem Tische fand. Ich hatte nureben Zeit, die allernötigsten Dispositionen zu treffen, um noch am selbenTage nach hier zurückkehren zu können. Durch Ihr verdienstvollesWerk über die Geschichte unserer Familie haben Sie sich ein unvergäng-liches Denkmal gesetzt. Der selige Papa sprach stets mit großer An-erkennung davon und zeigte ein reges Interesse für den Fortgang desManuskripts. Es würde mich freuen, wenn Sie mich gelegentlich miteinigen Zeilen beehren wollten, und verbleibe inzwischen

Ihr

An ganz ergebener Vetter

Herrn Oberst K. v. Hofe

Berlin. Gustav K. v. Hofen.

II.

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