Druckschrift 
2 (1890)
Entstehung
Seite
352
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sehen, der die Gebeine meines treusten Freundes den Zögling undLiebling meines Vaters, deckt! O Herr! wer vermag Deine Wegezu erforschen, Du züchtigest ntit Deiner Vaterhand I verlaß uns nicht, ziehevan uns die Hand nicht ab, Gott mein Heil! Empfangen Sie, meintheurer Better, von mir und den Meinigen, den herzlichsten Gruß undKuß, den ich auch allen Ihren lieben Geschwistern gleichfalls abzustattenbitte, und seien Sie versichert, wie bei meinem empfänglichen Gefühl undherzlicher Theilnahme an dem harten Geschick, es mir nicht möglich ist,Worte des Trostes Ihnen zu sagen da ich deren selbst bedarf! ich»verde nie aushören zu sein:

Ihr

Ihnen treu ergebener VetterKalau v. der Hofe.

Neuhof, den 25. November 1827.

Anlage 45. (Seite 225.)

9. Pestalozzi-Straße.

Dresden, 20. Juli 1878.

Geehrter Herr Vetter!

Ihr liebes Schreiben vom 14. d. M. aus Wiesbaden an meinenVater hat derselbe leider nicht mehr gelesen. Er starb Plötzlich und un-erwartet in der Nacht vom 10. auf den 11. d. M. in den Armen meinerältesten Schwester Natalie.

Am Mittwoch Nachmittag (den 10.) war er noch mit der Mama undeinigen Freunden in der heitersten Stimmung im Großen Garten. NachHause zurückgekehrt, fühlte er sich unwohl und ging zu Bett. Es tratauch momentan eine Besserung seines Zustandes ein, jedoch in der Nachtverschlimmerte sich derselbe von Neuem und der schlenigst herbeigerufeneArzt fand ihn bereits nicht mehr am Leben. Sein Tod war übrigens sosanft, daß Mutter und Schwestern erst durch den Arzt darüber aufgeklärtwurden, daß er für immer dahingegangen sei. Die Beerdigung fand am