Druckschrift 
2 (1890)
Entstehung
Seite
320
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Anlage 6. (Seite 35.)

Königliche Kunstakademie Königsberg, den 11, August 18S3,

zu Königsberg i. Pr, » ^ !

An

den Königlichen Obersten z. D,

Herrn Kakau vom Hofe

Hochwohlgeboren

Berlin,

Ew, Hochwohlgeboren

haben in Ihrem geehrten Schreiben vom 28, April 1383 die Rückgabe desseit dem Jahre 1850 bei der Königlichen Kunstakademie befindlichen Waffen-schmucks des weiland Kurfürstlichen Oberstlieutenants, Erbherrn aufGamsau und Fünflinden, George Ernst Kakau v, Hofe, bestehend ausRüstung und Helm, von Neuem verlangt, um dieses Familienkleinod derKirche zu Arnau zurückzugeben. Bei voller Anerkennung der Eigenthums-rechte der Familie Kakau v, Hofe an genannten Waffenstücken ist bei derAnwesenheit Ew. Hochwohlgeboren hier in Königsberg seitens der Ver-waltung der Königlichen Kunstakademie die ergebene Bitte ausgesprochenworden, Ew, Hochwohlgeboren mögen es gütigst vermitteln, daß die hiesigeKönigliche Kunstakademie noch weiter in dem leihweisen Besitz jener kultur-historisch höchst wertvollen Waffenstllcke belassen werde.

Unter Bezugnahme auf die mündlichen Ausführungen der unter-zeichneten beiden Beamten der Königlichen Kunstakademie Ew, Hochwohl-geboren gegenüber richtet die Akademie hierdurch schriftlich an Ew. Hoch-wohlgeboren die ganz ergebene Bitte, Ew. Hochwohlgeboren mögen es beider hochgeehrten Familie Kakau v, Hose gütigst erwirken, daß vorgenannterWaffenschmuck auch noch weiter bei uns verbleibe. Wir wiederholen hier-mit schriftlich, was wir Ew. Hochwohlgeboren bereits mündlich ausgesprochenhaben. Hier bei uns dient genannte Rüstung künstlerischen und wissen-schaftlichen Zwecken, schafft also größeren Nutzen für das Allgemeine alsin Arnau, ein Gesichtspunkt, den sicher der ehemalige Besitzer der Rüstung,ein Kurbrandenburgischer Offizier, selbst gebilligt haben würde, und den dieNachkommenschaft desselben, die hochgeehrte Famile Kakau v, Hofe in ihrempatriotischen Empfinden ebenso als einen Ausschlag gebenden anzuerkennengeneigt sein wird. Dazu kommt folgende Erwägung: Unbeschadet dergrößten Hochachtung gegenüber den Vorständen unserer Kirchen, die sicher