Druckschrift 
2 (1890)
Entstehung
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namen Kalau ablegte und sich als Rittergutsbesitzer nurnon Hoveu"zu schreiben und zu nennen beliebte. Die Veranlassung hierzu botein zum Vorschein gekommenes Wappenfragment, welches dieirrthümliche Voraussetzung bei ihm erweckte, daß er von einem an-deren, älteren Geschlechte, nämlich von den derer v. Hoven, abstamme.Sein Verhalten fand leider auch bei den jüngeren Descendentender II. Linie bereitwillige Nachahmung. Eine rühmliche Ausnahmehiervon machte vornehmlich Achill, jüngster Sohn des ältestenBruders Wilhelms, welcher den alten Stammesnamen Kalau bei-behielt. Daß die Annahme einiger Familienglieder, von einemandern Geschlechte abzustammen, eine irrthümliche ist, hat Verfasserbereits an anderer Stelle nachgewiesen.^)

Was die übrigen Lebensverhältnisse Wilhelms betrifft, so ist zuverzeichnen, daß er nach seinem Ausscheiden aus dem Militairstandezuvörderst als Rittergutsbesitzer und Dominial-Polizei-Verwalter thätigwar. Dann findet man ihn als Abgeordneten der zweiten Kammerdes preußischen Landtages und schließlich, nachdem er sich von derVerwaltung seiner ländlichen Besitzungen gänzlich zurückgezogen hatte,als Standesbeamten zu Glogau in Wirksamkeit. Unstreitig erstrecktesich aber seineHauptthätigkeit auf das Gebiet des freimaurerischen Lebens.Fast ein halbes Jahrhundert hat er der Freimaurerloge zu Glogauangehört und beinahe 40 Jahre als Meister derselben den Hammergeführt. Zu einer der höchsten Würden des Freimaurerthums empor-gestiegen blieb er bis zur letzten Lebensstunde mit ganzer Seele undvollem Herzen den Humanitären, edlen Bestrebungen des Ordens er-geben. Sein friedliches und glückliches Familienleben wurde durchden Tod seiner Gattin, die am l0. Oktober 1879 nach längeremLeiden das Zeitliche segnete, schmerzlich getrübt. Der Verlust dieservortrefflichen Frau, mit der er fast ein halbes Jahrhundert Freudund Leid getheilt hatte, war für ihn, der bereits im 80. Lebensjahrestand, eine sehr harte Prüfung, die er mit gottergebener Fassung zuertragen wußte. Der Schmerz über das Hinscheiden der theuren Lebens-gefährtin wurde einigermaßen durch die Liebe seiner Töchter, die ihn

Gelegentlich der Biographie des Bertram K. v. H. (S. oben.)